Miloslav M. in der Schweiz einvernommen

Bregenz - Nach der Festnahme des mutmaßlichen Mörders des dreijährigen Buben Cain liefen die Ermittlungen am Mittwoch weiter auf Hochtouren. Der tatverdächtige Serbe wurde zwar mittlerweile in der Schweiz befragt, zum Inhalt konnte Chefermittler Norbert Schwendinger vom Landeskriminalamt in Bregenz vorerst aber noch nichts sagen.
Kindesmisshandlung in Österreich
Vermutlich mit Besenstiel totgeprügelt
Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt
Kindes-Misshandlungen in Ö
In Gedenken an den kleinen Cain
Kerzen für den kleinen Cain
Bilder: Hier geschah die Tat
Hätte man es verhindern können?
Er war ein fröhlicher Bub
Mutter wird psychologisch betreut
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Cain´s Onkel trauert
Jugendwohlfahrt räumt Fehler ein

Der am Montag 26 Jahre altgewordene Serbe war am Dienstagnachmittag nach zweitägiger Flucht im Zuge einer Verkehrskontrolle im Schweizer Kanton Appenzell-Ausserrhoden widerstandslos verhaftet worden. Er soll am Samstagabend in Bregenz Cain, den jüngeren Sohn seiner Lebensgefährtin, zu Tode geprügelt haben. Die Fahndung nach dem Mann war europaweit ausgeschrieben. Nach Angaben von Heinz Rusch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch, ist der 26-Jährige in der Strafanstalt Gmünden in Niederteufen (Kanton Appenzell-Ausserrhoden) inhaftiert.

Befragung der Mutter

Unterdessen hat die erste Befragung der 25-jährigen Mutter begonnen. Martina Pointner, Sprecherin der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft, bestätigte auf APA-Anfrage, dass die Einvernahme der Frau im Gang sei. Die 25-Jährige hatte seit dem Tod ihres Buben am Samstagabend wegen des erlittenen schweren Schocks bisher nicht befragt werden können. Die Dauer der Einvernahme sei nicht absehbar, sagte Pointner. Gegen die 25-Jährige läuft seit Dienstag ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Vernachlässigung ihrer Fürsorge- und Obhutpflichten.

Auslieferungstermin

Auch in Sachen Auslieferungstermin gab es keine Neuigkeiten: “Dazu werden wir voraussichtlich morgen (Donnerstag, Anm.) mehr erfahren”, sagte Schwendinger. Stimmt der Serbe einem verkürzten Auslieferungsverfahren zu, könnte er möglicherweise innerhalb einer Woche nach Vorarlberg überstellt werden.

“Totales Gerücht”

Dass sich der 26-Jährige, wie in Medien kolportiert wurde, nach Serbien absetzen wollte, nannte Schwendinger ein “totales Gerücht”. Diesbezüglich gebe es keine Hinweise. Auch werde er mit Anfragen konfrontiert, wonach es einen Fluchthelfer gegeben haben soll, was er ebenfalls verneinen müsse. “Es gehen in diesen Tagen viele Gerüchte um”, so der Ermittler.

Weiteren Medienberichten zufolge soll der 26-Jährige, der in Vorarlberg aufwuchs, im vergangenen Jahr in einen tödlichen Autounfall in Serbien verwickelt gewesen sein. “Wir gehen davon aus, dass es so war, auch wenn wir dazu noch keine offizielle Bestätigung aus Serbien erhalten haben”, sagte Schwendinger.

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