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Millionenvorhaben gerät ins Stocken

©Grafik/VN
Rankweil/Feldkirch - "Boxenstopp" durch Analyse: Ausbau an Rankweiler und Feldkircher Peripherie wird auf Auswirkungen geprüft.
Großvorhaben auf Eis gelegt
Grüne zu Chaos um EKZ-Pläne

Mögliche Auswirkungen von Großvorhaben können die Kommunalpolitiker zum Nachdenken bringen. Dies scheint im Rankweiler Rathaus der Fall zu sein. Dort wurde nämlich vor Monaten noch mehrheitlich für einen Antrag auf Änderung des Landesraumplanes im Hinblick auf den Neubau des Merkurmarktes gestimmt.

Mit Feldkirchern „besprochen“

Dort will bekanntlich die Firma Zima (die VN berichteten mehrfach) den jetzigen Markt niederreißen und neben dem Neubau des Merkurmarktes auch neue Verkaufsflächen für den Möbelgiganten Leiner schaffen. Weil ziemlich zeitgleich mehrere Anträge um Ausweitung oder Neuschaffung von Verkaufsflächen gestellt wurden und Mitglieder des Raumplanungsbeirates kritische Worte für die Vorhaben fanden, trat man in Absprache mit Verantwortlichen im benachbarten Rathaus in Feldkirch auf die Bremse: Die Mitglieder des Rankweiler Gemeindevorstandes votierten einstimmig für die Vergabe einer Analyse durch die Firma Cima Beratung & Management aus Niederösterreich, erklärt Rankweils Bürgermeister Martin Summer auf Anfrage der VN. Damit seien Großvorhaben wie Merkur und Leiner „vorübergehend auf Eis gelegt“.

Ergebnis der Analyse im Herbst

Die Mitarbeiter von Cima, die dereinst auch die Kaufkraftströme im Ländle untersucht hatten, sollen nun „den Ist-Zustand im Hinblick auf die Auswirkungen des weiteren Ausbaues auf die Entwicklung des Rankweiler Zentrums fundiert analysieren“, betont Summer. Dieselben Erhebungen werde Cima auch im Hinblick auf Feldkirchs Zentrum durchführen. „Durch das Ergebnis dieser im Herbst vorliegenden Studien sollen einerseits das Zentrum gezielt weiterentwickelt und andererseits die Auswirkungen neuer Ansiedlungen und Erweiterungen in diesem Bereich geprüft werden.“

„Galgenfrist“ für Firma Zima?

Auf Basis dieser Analyse solle „ein realistisch umsetzbares und auf örtliche Strukturen angepasstes“ Entwicklungsmodell ausgearbeitet werden, schloss Summer. Beim Betreiber Zima dürfte allerdings die Zeit drängen: Merkur ist nämlich bereits jetzt so gut wie im Besitz eines gültigen Baubescheides und könnte seinen ursprünglich geplanten Marktneubau starten. Laut Insidern bleibt Zima „noch eine Galgenfrist bis Ende November, um grünes Licht für die Pläne zu bekommen – sonst baut Merkur eben seinen neuen Markt Leiner“.

WICHTIGE ZAHLEN

138.000 Quadratmeter sind allein in Rankweil als Betriebsgebiet-Erwartungsfläche ausgewiesen. 30.000 Quadratmeter Fläche sind im Bereich Interspar Altenstadt bereits als Betriebsgebiet gewidmet. 23.000 Fahrzeuge frequentieren an Spitzentagen die Kreisverkehre bei Werkstatt und Merkurmarkt. 40 Millionen Euro will das Unternehmen Zima für den Neubau des Merkurmarktes samt Möbelhaus Leiner locker machen.

(VN/Tony Walser)

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