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Millionenklage wegen unwirksamer Anti-Baby-Pillen

Ungewollt schwanger gewordene Frauen ziehen in Kanada vor Gericht.
Ungewollt schwanger gewordene Frauen ziehen in Kanada vor Gericht. ©Bilderbox/Symbolbild
Wegen des Verkaufs anscheinend unwirksamer Anti-Baby-Pillen muss sich die Pharmafirma Apotex in Kanada auf ein teures Gerichtsverfahren einstellen.

Eine Gruppe schwangerer Frauen hat am Freitag eine Sammelklage gegen das Unternehmen eingereicht und verlangt 800 Millionen Kanadische Dollar (rund 610 Millionen Euro) Schadenersatz. Bei der Klage geht es nach Angaben der Anwälte um 45 ungewollte Schwangerschaften und vier Abtreibungen.

Als die Frauen von ihren Schwangerschaften erfahren hätten, seien sie “schockiert und sehr besorgt” gewesen, sagte die Anwältin Sandy Zaitzeff. Kinder großzuziehen koste Millionen Dollar, sagte sie. Niemand sollte ungewollt mit den Kosten für Kinder belastet werden.

550.000 Packungen zurückgerufen

Im April waren in Kanada rund 550.000 Packungen der Pille Alysena zurückgerufen worden, weil sie Fehler aufwiesen. Weil die Öffentlichkeit erst mit fünftägiger Verspätung informiert wurde, hat auch das Gesundheitsministerium Ermittlungen angeordnet.

(APA)

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