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Millionenbetrug

Ein Liechtensteiner Naturarzt verlor in eineinhalb Jahren rund 2,5 Millionen an eine Kartenlegerin. [30.12.99]

“Ich bin so blind gewesen.” Der Liechtensteiner Naturarzt Kurt Hungerbühler verlor in eineinhalb Jahren rund 2,5 Millionen Schilling an eine Kartenlegerin. Diese war in Feldkirch aktiv und saß schon des
öfteren wegen Betrugs im Gefängnis.

“Mir geht es darum, aufzuzeigen, wie leicht Menschen zu hintergehen sind.” Kurt Hungerbühler weiß, wovon er spricht. Seit März 1998 gab er der Feldkircher Kartenlegerin Irmgard H. insgesamt rund 2,5 Millionen Schilling.

“Angefangen hat alles damit, dass mein Schwiegervater verstarb. Meine Schwiegermutter ist blind und wir wollten wissen, wie es weitergehen soll”, erzählt der Naturarzt den “VN”. Über eine seiner Patientinnen habe er die Adresse von Irmgard H.
in Feldkirch-Tosters erhalten. “Als ich das erste Mal bei ihr war, jammerte sie mir vor, dass ihre Küche noch nicht bezahlt sei.” Aus Mitleid habe er der Frau rund 8000 Schilling zugesteckt.

Beim zweiten Besuch war es dann eine angebliche Bürgschaft für die sie 200.000 Schilling berappen musste. Wieder um den Finger gewickelt, gab ihr Hungerbühler 130.000 Schilling in bar. “Als Beweis hat sie mir einen gefälschten Wisch der Gendarmerie unter die Nase gehalten.”

Die Besuche und die damit verbundenen finanziellen Ausgaben häuften sich immer mehr. “Im vergangenen halben Jahr bin ich täglich bei Irmgard H. gewesen.” Insgesamt habe Hungerbühler der Kartenlegerin seit März 1998 rund 2,5 Millionen Schilling gegeben. “Sie hat immer von laufenden Prozesskosten gesprochen”, so der mutmaßliche Geschädigte.

(Bild: VN)

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