Verschwundene Millionen in Klagenfurt: Angeklagter gestand

Es geht um einen schweren Fall von Untreue
Es geht um einen schweren Fall von Untreue ©APA/Webpic
Untreue in Millionenhöhe wirft die Staatsanwaltschaft Klagenfurt einem ehemaligen Mitarbeiter der Stadt Klagenfurt vor. Laut Anklage hat er über Jahrzehnte hinweg immer wieder Geld aus der Stadtkasse abgezweigt, insgesamt waren es 1,76 Millionen Euro. Am Donnerstag vor einem Schöffensenat unter Vorsitz von Richterin Sabine Roßmann legte der 67-Jährige ein umfassendes Geständnis ab, nachdem er bisher jede Schuld vehement bestritten hatte.

Staatsanwalt Markus Kitz hatte zum Auftakt des Prozesses erklärt, wie der Angeklagte vorgegangen war. Er habe zu Jahresende einfach einen Saldovortrag gemacht, die Einnahme wurde im alten Jahr gebucht, die Belastung des Kontos erfolgte erst nach dem Jahreswechsel. Damit habe er einen ausgeglichenen Saldo vorweisen können. Insgesamt 170 Bargeldbehebungen von Konten der Stadt Klagenfurt in der Höhe von insgesamt 884.000 Euro tätigte er laut Auflistung der Anklage, das Geld wurde danach allerdings nicht in die Stadtkasse eingezahlt. Außerdem wird ihm vorgeworfen, 106 Mal Bargeld (insgesamt 876.000 Euro) aus der Stadtkasse genommen zu haben, ohne das Geld auf das Konto der Stadt einzuzahlen.

Zur Höhe der vorgeworfenen Summe erklärte Verteidiger Philipp Tschernitz, Details zu den angeklagten Summen könnten aufgrund der langen Zeiträume nicht mehr hundertprozentig nachvollzogen werden, im Wesentlichen seien die Vorwürfe aber richtig.

(APA)

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