Mikroskopie sprengt Grenzen

Dornbirn - Mit einer ganzen Reihe von Superlativen wartet die neueste von Leica Microsystems in Heerbrugg entwickelte Generation von Hochleistungs-Stereomikroskopen auf.

Die derzeit im „Sheraton“ im Dornbirner Panoramahaus präsentierten Weltneuheiten M165 C und M205 C können nicht nur bis zu 320fach vergrößern (bisher: 230fach), dank der neuen, zum Patent angemeldeten Technologie „Leica FusionOptic“ kann das menschliche Gehirn die Informationen auch zu einem Bild verarbeiten, wie es hinsichtlich Auflösung und Schärfentiefe bisher noch von keinem Stereomikroskop weltweit geliefert wurde.

„Wir verfügen in der Tat über das beste Stereomikroskop der Welt, nachdem wir inklusive Vorstudien zwei Jahre an Entwicklungsarbeit bzw. einen einstelligen Millionenbetrag (Euro) in unsere neueste Innovation investierten. Mit dem M205 C haben wir sowohl physikalisch als auch neurophysiologisch Grenzen überschritten bzw. sie neu definiert, wovon ein breites Anwenderspektrum profitieren wird.“ Das betonten heute vor Ort Ruedi Rottermann, Geschäftsführer und Entwicklungsleiter, Daniel Göggel, Product Manager der M-Serie, und der verantwortliche Entwicklungsingenieur Heinz Studer. Die angesprochenen Anwender sind Halbleiter-, Automobil-, Uhren- und Agrarindustrie ebenso wie die Genetik, die Zell- und Molekularbiologie, die Werkstofftechnik, Erzeuger von Hörgeräten und Stents sowie die Qualitätskontrollen unterschiedlichster Prägung.

Das Bahnbrechende der Leica FusionOptic, mit der die Stereomikroskopie in eine neue Leistungsklasse vorstößt: Bisherige Mikroskop-Generationen lieferten bei linker und rechter Eintrittspupille idente Bildinformationen. M205 C liefert links ein stark in die Tiefe gehendes aber gering auflösendes Bild, rechts das Gegenteil – das Gehirn figuriert ein 3-D-Bild mit den besten Infos beider Augen. „Mit dieser Philosophie, Dinge sichtbar zu machen, die noch nie sichtbar waren, helfen wir auch unseren Kunden, die Limits ihrer Produkte zu versetzen – mit M205 C wird ein ,step beyond infinity’ vollzogen“, bekräftigten die Verantwortlichen der Leica Microsystems Schweiz AG.

Aus Vorarlberger Perspektive durchaus schmeichelnd: Ländle-Grenzgänger, die rund 40 Prozent der zuständigen Leica-Belegschaft stellen, haben „substanziellen Anteil“ an dieser jüngsten Leica-Erfolgsstory. „Unsere Vorarlberger Mitarbeiter überzeugen durch extrem hohes Ausbildungsniveau, ob sie nun als Physiker, Ingenieure, Mathematiker oder in Vertrieb und Marketing ihren Mann stellen. Sie sind mit ausschlaggebend, dass Leica Microsystems keinen Stillstand kennt, dass wir im Schnitt einen Technologie-Vorsprung von fünf Jahren auf die Mitbewerber haben“, fanden Rottermann und Kollegen durchaus anerkennende Worte für den Erfolgs-Input der Pendler. Leica Microsystems versteht sich als Markt- und Technologie-, aber bewusst nicht als Preisführer. Immerhin sind für so ein Spitzenmikroskop der neuesten Generation, je nach Ausrüstung, bis zu 20.000 Euro zu berappen.

Dass M165 C und M205 C die Spezifikationen der Stereomikroskopie neu dimensionieren, ist übrigens neben Ländle-Grenzgängern auch Vorarlberger Kooperationspartnern von Leica (mit) zu verdanken. So steckt zumindest indirekt in den neuen Hochleistungs-Mikroskopen auch Knowhow von Entner Elektronik Rankweil, Arno Längle Zwischenwasser, Hiller Engineering Dornbirn, Martin Fritsch Design Dornbirn. Und die Prototypen dieser Super- Mikroskope haben Robotmech in Koblach bzw. 1:1 Prototypen Dornbirn gebaut.

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