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Messerattacke in Bürs nur vorgetäuscht

Frei erfunden hat ein Bürser Vermögensberater (36) den Überfall auf sein Büro in Bludenz. Die Messerverletzungen fügte er sich selbst zu. Das konnte von der Kriminalabteilung am Samstag ermittelt werden.

Ist er ein Masochist? Auf jeden Fall ist er ein großer Schwindler! Denn erstunken und erlogen war die Geschichte des 36-jährigen Bürser Vermögensberaters, der Anfang der Woche nachts in seinem Bludenzer Büro angeblich von einem Unbekannten überfallen worden war – „von einem Auftragstäter seiner Ex-Freundin“, der ihn am ganzen Körper mit einem Messer verletzte.

In Wahrheit hat sich der Bürser – ein gebürtiger Sachse – die Stichverletzungen alle selbst zugefügt. Er wollte nämlich gegenüber seiner momentanen Freundin vertuschen, dass er die 6000 Euro, die er ihr mündlich für eine Wohnung versprochen hatte, schlicht und einfach nicht besaß. Da er seine Freundin entweder nicht enttäuschen wollte oder gar Angst vor ihr hatte, türkte er den “Überfall“ in seinem Bludenzer Büro – wie die Gendarmerie Bludenz bestätigte.

Dabei präsentierte er der Gendarmerie einen handgeschriebenen Brief, in dem er seiner Freundin mitteilte, dass er ihr just in diesem Brief die versprochenen 6000 Euro schicken wollte.

Das Briefkuvert, das die Gendarmerie vorfand, war natürlich leer – denn die 6000 Euro hatte ja der Räuber bei seinem Überfall gestohlen. Um den Überfall vollends „glaubhaft“ zu machen, stach er sich noch selbst mit dem Messer ins Schlüsselbein, in den Oberschenkel, den Unterarm und in den Bauch. Eine lange und vor allem sehr schmerzhafte Lügengeschichte!

Doch die Gerichtsmedizin kam dem Bürser auf die Spur. Man stellte fest, dass er sich die Verletzungen selbst zugefügt haben musste – und nicht jener ominöse Böse mit schwarzer Maske über dem Gesicht! Dem 36-jährigen droht jetzt eine Anzeige wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung.

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