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Mehrfache Grüße aus Russland

Der russische  Maestro Mikhail Pletnev dirigierte in Vaduz.
Der russische Maestro Mikhail Pletnev dirigierte in Vaduz. ©Veranstalter/TaK

Die neue TaK-Saison 2010/2011 begann am Sonntagabend mit dem ersten Konzert der Weltklassik-Reihe im Vaduzer Saal.

Vaduz. Zu Gast waren das Russische Nationalorchester unter der Leitung seines Gründers, des weltberühmten russischen Dirigenten, Pianisten und Komponisten Mikhail Pletnev. Der russische Geiger von Weltruf, Vadim Repin, begeisterte mit dem beliebten Violinkonzert in D-Dur, op. 35, von Tschaikowsky. Neben diesem populären Russen huldigten die Gäste auch noch ihren hier ziemlich unbekannten Landsleuten Nikolaj Golowanow (1891-1953) mit dessen knalliger Russischer Ouvertüre und Alexander Glasunow (1865-1936) mit dessen Sinfonie Nr. 6 in c-Moll, op. 58. Der verschlossen wirkende Maestro Mikhail Pletnev ist seit Jahrzehnten ein Weltstar am Flügel wie wegen seiner eindringlichen Gestik auch am Dirigentenpult.

Grandioser Vadim Repin

Pletnev gründete das Russische Nationalorchester im Jahre 1990 als erstes unabhängiges Orchester in Russlands Geschichte. Der phänomenale Geigenvirtuose Vadim Repin, 1971 in Sibirien geboren, spielte das Tschaikowsky-Konzert mit stupender Technik und blühendem Klang. Als Encore für den Jubel kredenzte der jugendliche Meister duftige Variationen des Gassenhauers ?Ein Hund kam in die Küche?.

Zwei unbekannte Meister

Die gehörten Werke von Golowanow und Glasunow, beide hätten eine differenziertere Lautstärke vertragen, wirkten durch bombastische, breit dahinfließende Klangrede. Die 6. Sinfonie Alexander Glasunows konnte etwa mit dem farbigen Variationensatz oder dem Finale als fugierte und dann triumphal gesteigerte Apotheose auf ein russisches Thema gefallen. Ein ?russischer Brahms?, wie Glasunow zu Lebzeiten bisweilen verehrungsvoll genannt wurde, ist er aber trotz Pletnevs Revitalisierung nicht.

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