Mehrere Großeinsätze nach Lawinenabgängen

Große Suchaktion in Damüls
Große Suchaktion in Damüls ©Bernd Hofmeister
In Vorarlberg hat es am Samstag drei weitere Lawineneinsätze gegeben. Verletzt wurde niemand.

Lawinenabgänge in Damüls und in Sonntag-Stein lösten am Samstag große Suchaktionen aus. Im Skigebiet Golm wurden zwei Freerider von einer Lawine mitgerissen, blieben aber unverletzt.

Lawinenabgang in Damüls

Ein Skifahrer befand sich am Samstagnachmittag in Damüls am Sünser-Joch und konnte auf der Westseite des Portlahorn ein großes Schneebrett und Skispuren, die in dieses führten, erkennen. Da von diesem Standort aus eine Personenbeteiligung nicht ausgeschossen werden konnte, verständigte er die Leitstelle. Im folgenden Sucheinsatz wurde der Lawinenkegel abgesucht. Die komplette Suchmannschaft musste mit dem Hubschrauber zum Einsatzort gebracht werden. Aufgrund der Spurenlage sowie der negativen Suche mit Lawinenhunden, LVS-Geräten und Sonden, konnte eine Personenbeteiligung ausgeschlossen und der Einsatz beendet werden.

Einsatzkräfte

  • 3 Hundeführer mit Suchhunden
  • Die Hubschrauber Libelle, C8, Wucher1
  • Bergrettungen Damüls, Mellau, Au, Fontanella mit insgesamt 50 Bergrettern am Lawinenkegel
  • Feuerwehr Damüls
  • Polizei Au und Alpinpolizei

Lawinenabgang in Sonntag-Stein

Ein Pistenretter bemerkte am frühen Samstagabend ein frisches Schneebrett, das über die gesperrte Ski-Route 3 des Schigebiets Sonntag-Stein abgegangen war. Nachdem er oberhalb des Anrisses zwei Einfahrtsspuren sichtete und er sich bei weiteren Schifahrern erkundigt hatte, wurde eine Sicherheitssuche ausgelöst, die um 18.00 Uhr erfolglos beendet wurde.

Einsatzkräfte

  • Bergrettungen Sonntag, Fontanella, Raggal und Damüls mit insgesamt über 40 Personen
  • drei Bergrettungshundeführer
  • je ein Hubschrauber der Fa. Wucher und der Polizeihubschrauber Libelle
  • ein Beamter der Alpinpolizei beteiligt.

Lawinenabgang in Tschagguns

Zwei mit Lawinennotfallausrüstung ausgestattete Freerider führten am Samstagmorgen eine Variantenabfahrt in Tschagguns im Bereich Verspala durch. Im Zuge dieser Abfahrt fuhr der Erste unterhalb des Verspalakopfes in einen steilen Hang ein. In einem Abstand von ca. 50 Metern folgte ihm sein Kollege. Dabei löste sich einige Meter oberhalb der beiden Schifahrer ein Schneebrett. Sie wurden in der Folge ca. 70 Meter von der Lawine mitgerissen, ehe sie im Bereich von einer leichten Geländekuppe zum Stillstand kamen. Einer wurde nicht verschüttet . Der andere nur oberflächlich. Er konnte sich selbst befreien. Im Anschluss stiegen beide Personen unverletzt zu Fuß in Richtung Schigebiet – Außergolm ab, wo sie von einem Liftbediensteten mittels Ski-Doo aufgenommen wurden. Dieser verständigte in der Folge die Rettungskräfte, welche eine kurze Sicherheitssuche durchführten.

Einsatzkräfte

  • Bergrettungsstelle Schruns-Tschagguns mit 2 Personen
  • Pistenrettungspersonal Golm mit 2 Personen
  • Besatzung des Polizeihubschraubers „Libelle“ samt Lawinenhund und Hundeführer,
  • Alpinpolizei mit 2 Personen

(red)

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