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"Mehr Schreck als Scheck"

Mit dem neuen Dienstleistungsscheck werden die Ziele, Arbeitsverhältnisse im Haushalt zu legalisieren und sozialrechtlichen Schutz zu gewähren in keinster Weise erreicht, so AK-Vizepräsidentin Manuela Auer.

Der von der Regierung hoch gelobte Scheck sei in Wirklichkeit ein „Schreck“.

Anstatt eine möglichst einfache Form für die Abwicklung zu finden, habe die Regierung wieder einmal ein völlig unpraktikables „bürokratisches Monster“ geschaffen, kritisiert Auer. Der erforderliche Papierkrieg schrecke sowohl potenzielle DienstgeberInnen wie DienstnehmerInnen ab. Dazu komme noch der umständliche und langwierige Weg bis zur Auszahlung des Geldes. So müsse der Scheck entweder direkt an die zuständige Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau geschickt oder im Lande persönlich bei der VGKK vorbeigebracht werden, bevor das Geld überwiesen wird.

Zu dem kommt für Auer noch eine Reihe von grundsätzlichen Bedenken. Mit dem „Dienstleistungsscheck“ bestehe die Gefahr, arbeitsrechtliche Standards weiter zu untergraben, Lohndumping zu erleichtern und noch mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen. Eine wirksame Kontrolle etwa der Entlohnung nach dem Mindestlohntarif sei praktisch nicht möglich. Auch eine Kontrolle des Verbots der Verwendung des Schecks für qualifizierte Tätigkeiten sei in der Praxis unmöglich. Damit könnten laut der AK-Vizepräsidentin qualifizierte Tätigkeiten wie in der Heimhilfe, der Altenpflege oder der Kinderbetreuung mit dem Dienstleistungsscheck unterlaufen werden und reguläre Arbeitsplätze unter Druck geraten. „Das muss verhindert werden“, stellt Auer klar.

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