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Mehr Scheidungen im Ländle

Vorarlberg hat in Österreich die zweithöchste Zahl an Scheidungen. Im vergangenen Jahr wurden rund 840 Ehen geschieden. 880 Kinder unter 19 Jahren waren davon betroffen.

Die Scheidungsrate lag bei 46 Prozent, also wurde fast jede zweite Ehe in Vorarlberg im vergangenen Jahr geschieden, so die Statistik Austria. Nur Wien hat Vorarlberg in der Scheidungsrate übertroffen.

Trend in Österreich insgesamt rückläufig

Im vergangenen Jahr wurden in Österreich 18.727 Ehen (43,2 Prozent) geschieden, um 870 oder 4,4 Prozent weniger als im Jahr 2002. D.h.: Von 100 geschlossenen Ehen endeten 43 vor dem Scheidungsrichter, 2002 waren es noch 44 , im Jahr davor 46 gerichtliche Trennungen.

88 Prozent aller gerichtlichen Trennungen waren einvernehmlich. Wegen Auflösung der häuslichen Gemeinschaft wurden 964 und wegen anderer Gründe 1.210 Ehen aufgelöst. Die mittlere Dauer der im Jahr 2003 geschiedenen Ehen war mit 9,8 Jahren genauso lang wie im Vorjahr. Damit dauerte fast die Hälfte bereits zehn Jahre oder länger, was wiederum eine Steigerung der mittleren Ehedauer um zwei Jahre im vergangenen Jahrzehnt bedeutet.

Der Anteil der Eheauflösungen innerhalb des ersten Jahres betrug wie auch im Vorjahr zwei Prozent. 5,3 Prozent der Lebensgemeinschaften dauerten kürzer als zwei Jahre. Deutlich zugenommen haben in den vergangenen zehn Jahren Trennungen bei Paaren, die schon sehr lange verheiratet waren: Jedes zehnte Pärchen trat noch nach der Silberhochzeit den Gang zum Scheidungsrichter an. Es gab 2003 sogar 13 Paare, die nach der Goldenen Hochzeit auseinander gingen.

Das “typische” Scheidungsalter der Männer war 41,2 Jahre, jenes der Frauen 38,5 Jahre und lag damit jeweils um etwa vier Jahre höher als noch vor zehn Jahren (Scheidungsalter 1993: Mann 37,5 – Frau: 34,9 Jahre).

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