AA

Mehr Pendler mit Öffis unterwegs

Seit 1991 ist die Zahl der Pendler, die mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, laut Studie des Ver-kehrsclubs Österreich (VCÖ) um 35.000 geschrumpft. Nur in Wien und Vorarlberg benutzen mehr Pendler die Öffis.

In dieser Zeit hat sich jeder 18. Pendler von den Öffis verabschiedet. Als „dramatisch“ wertet der VCÖ die Verluste in Kärnten, Oberösterreich, dem Burgenland und der Steiermark. Im Durchschnitt koste der Umstieg auf das Auto 1.800 Euro im Jahr. Der VCÖ fordert für Pendler mehr und bessere Bus- und Bahnverbindungen.

Auf Basis von Daten der Statistik Austria hat der VCÖ untersucht, wie sich die Zahl der mit Bus und Bahn fahrenden Pendler in den einzelnen Bundesländern entwickelte. Fazit: Nur in Wien und Vorarlberg fahren seit 1991 mehr Pendler mit Öffis in die Arbeit, in allen anderen Bundesländern deutlich weniger.

In Kärnten würden heute um 36 Prozent weniger Pendler mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren. „Jeder dritte Pendler hat den Öffis dort Adieu gesagt.“ In Oberösterreich seien 25 Prozent weniger Pendler öffentlich unterwegs, im Burgenland um 19 Prozent und in der Steiermark um 15 Prozent.

Die Ursachen dafür sieht der VCÖ zum einen in der Zersiedelung und zum anderen in der fehlenden Ausweitung des Angebots: „Wenn Linien eingestellt werden, die Wartezeiten beim Umsteigen zu lange sind und am Abend kein Zug oder Bus mehr fährt, dann treibt man die Pendler zum Pkw.“

In seiner Studie betont der Verkehrsclub Österreich auch, dass der Umstieg von Bus und Bahn auf den Pkw die Pendler teuer kommt. „Wenn Öffis fehlen, zahlen die Pendler drauf. Werden Verbindungen eingestellt und Pendler müssen von Öffis auf das Auto umsteigen, dann steigen die jährlichen Fahrtkosten im Durchschnitt um 1.800 Euro im Jahr.“

Zudem werden die Einsparungen beim Nahverkehr kritisiert: „Damit werden zusätzlich Pendler aus dem Öffentlichen Verkehr vertrieben.“ Der VCÖ fordert mehr und bessere Bus- und Bahnverbindungen. „Die Ballungsräume ersticken im Verkehr. Es ist auch Aufgabe des Bundes, dort in den Öffentlichen Verkehr zu investieren, wo die Fahrgäste profitieren.“ Es könne mit gleichem Geld, deutlich mehr Öffentlicher Verkehr angeboten werden, wenn das Geld „sinnvoll investiert wird“, verlangt der VCÖ ein Gesamtkonzept für den Öffentlichen Verkehr nach Schweizer Vorbild.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Mehr Pendler mit Öffis unterwegs
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen