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Mehr Mediziner braucht das Land

Ärzte brauchen eine bessere Ausbildung und bessere Arbeitsbedingungen, sagt die Studie.
Ärzte brauchen eine bessere Ausbildung und bessere Arbeitsbedingungen, sagt die Studie. ©Bilderbox/Symbolbild
Dornbirn - Bedarfserhebung mit einer düsteren Prognose: Ausbildung soll verbessert werden.
Ärztemangel bis 2030

Ein bisschen genauer wäre ihm lieber gewesen. Denn: “Eine exakte Erhebung hätte mehr Informationsgehalt”, kommentiert Ärztekammerpräsident Dr. Michael Jonas die am Freitag in Wien präsentierte Ärztebedarfsstudie. Aber er weiß auch um die Unschärfen, die diese Thematik beinhaltet. Vor diesem Hintergrund sei das bestehende Datenmaterial “wohl so gut es eben möglich ist zusammengefasst worden”, meint er. Tatsächlich gründen die Prognosen auf Erfahrungen und Befragungen von Ärzten. Wobei die Schwankungsbreite der daraus gezogenen Schlüsse enorm ist. Je nach Sichtweise fehlen bis 2030 in Österreich zwischen 3300 und 7700 Mediziner.

Auch in Vorarlberg muss man sich, so Jonas, in dieser Frage mit Schätzungen begnügen. “Wir sind von einem Pensionsantrittsalter ausgegangen und haben die Drop-out- sowie Migrationsquote geschätzt” erklärt er. Zum Erhalt des derzeitigen kassenärztlichen und spitalsärztlichen Standes braucht es diesem Szenario nach ab 2013 jährlich mindestens 33 Maturanten, die ein Medizinstudium beginnen und abschließen. In den letzten Jahren dümpelte die Zahl der Vorarlberger Medizinstudenten an den Unis in Wien und Innsbruck zwischen 22 und 29 von durchschnittlich rund 100 Inskribierten. 2011 schnellte die Quote auf 39 Prozent hinauf. Das heißt, von den 131 Medizinstudenten stammten immerhin 51 aus Vorarlberg.

Pensionierungswelle

Alle sollen bzw. müssen sie eine beträchtliche Pensionierungswelle abfangen. So werden bis 2025 nicht weniger als 148 (38 Prozent) der angestellten Fachärzte und 14 Prozent (30) der angestellten Allgemeinmediziner in den Ruhestand gehen. Noch mehr sind es im niedergelassenen Bereich. Bei den Allgemeinmedizinern mit Kassenvertrag beträgt die vermutete Pensionsrate 68 Prozent (107), bei den Fachärzten 65 Prozent (103).

Laut Studie verfügt Österreich mit 4,7 aktiven Medizinern pro 1000 Einwohner europa- wie weltweit über eine der höchsten Ärztedichten. Für Dr. Michael Jonas keine umwerfende Neuigkeit: “Es ist bekannt, dass wir im internationalen Vergleich viele Ärzte haben. Schaut man sich aber genau an, wo diese arbeiten, sieht die Situation anders aus”, relativiert er. Dafür spricht die Erhebung Klartext, was die Abwanderung von Ärzten betrifft. Schon Universitätsabsolventen suchen ihr berufliches Heil lieber im Ausland. Als Gegenmaßnahmen empfiehlt die Studie unter anderem die Entrümpelung der medizinischen Arbeit von den zahllosen administrativen Tätigkeiten, die ausbildungsgerechte Verwendung der Jungmediziner sowie den sinnvollen Personaleinsatz nach entsprechender Qualifikation.

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