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Mehr Lawinensicherheit am Arlberg

Als Teil der geplanten umfassenden Lawinensicherung im Arlberggebiet wurden entlang der L 198 vom Flexenpass bis Lech acht Lawinenorgeln installiert.

Am Freitag wurden diese Ende 2004 fertig gestellten Lawinenwächter von Landesrat Manfred Rein offiziell der Gemeinde Lech übergeben.

Mit solchen Lawinenorgeln, die in den Schigebieten bereits erfolgreich im Einsatz sind, werden Lawinen künstlich ausgelöst, um in den Anbruchgebieten jeweils nach Schneefällen die Lawinenstriche zu entleeren und so die Gefahr eines unkontrollierten Abgangs auf die Landesstraßen zu minimieren. LR Rein: “Das bedeutet weniger und kürzere Straßensperren und mehr Sicherheit für den Verkehr und für das Räumpersonal.”

Bei ergiebigen Schneefällen werfen die Lawinenorgeln Wurfgeschosse mit Sprengladungen auf die Schneedecke, um das Ansammeln von großen Schneemengen zu verhindern. Im Dezember 2004 konnten bereits verschiedene Lawinen im Testbetrieb erfolgreich ausgelöst werden. Die Kosten belaufen sich auf 880.000 Euro.

Um die weiteren Lawinenstriche am Arlberg zu sichern, sind auch auf der Strecke zwischen Rauz und Arlbergpass sowie für die Zufahrt nach Stuben je drei Lawinenorgeln geplant. Dazu muss in Stuben ein Lawinenleitdamm zum Schutz des besiedelten Gebietes erstellt werden.

Als weitere Maßnahme, um die Erreichbarkeit der Orte am Arlberg zu sichern, wird die Flexengalerie bis zum Jahr 2011 schrittweise instandgesetzt und teilweise neu errichtet. Vorgesehen sind Felsvernetzungen, Dachverstärkungen, Fahrbahnabsenkungen, Tunnelaufweitungen, Galerieverglasungen und Belagsarbeiten. Die Galerie erhält Nischen für Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen, eine bessere Ausleuchtung und eine Bordsteinbeleuchtung. Mit den ersten Baumaßnahmen wurde bereits 2004 begonnen. Die Kosten der Instandsetzung sind mit zehn Millionen Euro veranschlagt.

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