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Mehr Jobs als vor der Krise

Es gibt wieder mehr Jobs - aber auch ein höheres Arbeitskräfteangebot.
Es gibt wieder mehr Jobs - aber auch ein höheres Arbeitskräfteangebot. ©VOL.AT/Steurer
Mehr Beschäftigte als 2008, aber auch mehr Jobsuchende – Arbeitslosigkeit nicht gesunken.

Nach mehreren Minus-Jahren ist die Zahl der Vollzeitjobs in Österreich 2011 wieder angestiegen. In den Jahren davor hatte es hier einen Rückgang gegeben – im Ausmaß der Zuwächse bei Teilzeitkräften. Trotz dieser Trendumkehr arbeiteten voriges Jahr aber noch immer weniger Unselbstständige Vollzeit als noch 2008, aber mehr Teilzeit.

Dabei betraf der Abbau bei den Vollzeitbeschäftigten mehr Männer als Frauen – der Zuwachs an Teilzeitjobs kam aber zu drei Vierteln Frauen zugute. Dies geht aus einer neuen Arbeitsmarktanalyse der Statistik Austria hervor.
„Es gibt insgesamt wieder deutlich mehr Beschäftigungsverhältnisse als vor der Krise“, sagt AMS-Landesgeschäftsführer Anton Strini. Insgesamt seien derzeit 2500 Personen (plus 1,8 Prozent) in Vorarlberg mehr in Beschäftigung als noch 2011. Mit Ausnahme der Textilindus­trie gäbe es in allen Branchen mehr Jobs.

Überdurchschnittlich stark gestiegen sind die Beschäftigungsverhältnisse in der Metallindustrie sowie im Gesundheitswesen. Nur: Mehr Beschäftigung heißt nicht zugleich weniger Arbeitslose. „Es gibt nämlich zugleich auch ein deutlich größeres Arbeitskräfteangebot“, erklärt Strini – bedingt etwa durch mehr Berufseinsteiger, Wiedereinsteigerinnen und vor allem auch den Zuzug aus Deutschland. „Die neu geschaffenen Jobs werden nicht automatisch mit Arbeitslosen gedeckt“, sagt der AMS-Chef.
Derzeit verzeichne Vorarlberg 2000 weniger Arbeitslose als während der Krise – aber immer noch 1000 mehr als zuvor.

Mehr Vollzeit- und Teilzeitjobs

Zum Beschäftigungsanstieg unselbstständig Erwerbstätiger österreichweit von 3,533 auf 3,574 Millionen trugen 2011 sowohl Vollzeit- (+25.000) als auch Teilzeitstellen (+16.500) bei. In den Jahren 2009 und 2010 waren bei den Unselbstständigen noch fast so viele Vollzeitjobs abgebaut wie Teilzeitarbeitsplätze geschaffen worden (2008/09: -42.700 Vollzeit, +47.000 Teilzeit; 2009/10: -15.300 Vollzeit, +15.900 Teilzeit). 2011 gab es dann unterm Strich um 33.000 weniger Fulltime-Unselbstständige als drei Jahre davor, aber um 79.300 mehr Teilzeittätige.

Verbesserung am Arbeitsmarkt

Insgesamt verbesserte sich im Jahr 2011 die Lage am heimischen Arbeitsmarkt gegenüber 2010: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 47.400 von 4,096 auf 4,144 Millionen, womit die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen von 71,7 auf 72,1 Prozent zulegte. Bei Männern kletterte die Erwerbstätigenquote von 77,1 auf 77,8 Prozent, bei Frauen dagegen nur schwach von 66,4 auf 66,5 Prozent. Die Teilzeitquote insgesamt blieb bei 25,2 Prozent; bei Männern sank sie leicht von 9,0 auf 8,9 Prozent, wuchs bei Frauen aber von 43,8 auf 44,0 Prozent weiter an.
Während die Zahl der Erwerbstätigen 2011 deutlich höher war als 2010 (4,096 Mill.) und auch höher als vor der Krise (2008: 4,090 Mill.), konnte bei den Arbeitslosen der Anstieg von 2008 auf 2009 (+42.100) noch nicht abgebaut werden; die Zahl der Arbeitslosen lag 2011 um 16.700 über jener von 2008.

(VN)

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