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Mehr Geld für Schutzwasserbau gefordert

Um den Hochwasserschutz sicherzustellen fordert Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) vom Bund die Aufstockung der Bundesmittel auf beinahe das doppelte Niveau. Hochwasser-Dokumentation[.pdf - 3,0MB]

„Um den Sicherheitsstandard zu gewährleisten, braucht es im Flussbau massive zusätzliche finanzielle Mittel”, unterstrich der Vorarlbergs Landeshauptmann am Dienstag nach der Regierungssitzung. Seitens des Bundes bestehe die Bereitschaft, „dem Wunsch zu entsprechen”. Die Bundesmittel für Schutzwasserbau bezifferte Sausgruber mit jährlich insgesamt rund 47 Mio. Euro, davon entfielen etwa vier Mio. Euro auf Vorarlberg. „Das Verhandlungsziel ist es, eine Beinahe-Verdoppelung der Gelder auf mindestens 80 Mio. Euro zu erreichen”, sagte der Landeshauptmann. Diese Mittel seien notwendig, um den Schutzstandard in ganz Vorarlberg auf ein 100-jähriges Hochwasser auszurichten. Jenes vom August 2005 hat im Ländle Schäden im Gesamtausmaß von 178,2 Millionen Euro angerichtet.

Wasserwirtschafts-Landesrat Dieter Egger (F) regte an, eine offene Diskussion über den Hochwasserschutz in Österreich zu führen. „Es stellt sich die Frage, ob der Standard ’100-jährliches Hochwasser’ überhaupt ausreicht”, so Egger. In der Schweiz etwa würden Schutz-Standards differenziert betrachtet. In der Nähe von dicht besiedelten Gebiet etwa werde der Schutz noch erhöht. Sausgruber stellte dezidiert fest, dass Vorarlberg bei einem von der Schweiz diskutierten möglichen Ausbau des Hochwasserschutzes am Rhein „dabei sein werde”.

Die Landesregierung hat die Ereignisse des August-Hochwassers in einem 58-seitigen Bericht dokumentiert. Die „VN” bieten den Bericht zum kostenlosen Download an.

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