Mehr Geld für Biobauern

Bregenz - Weil es auf EU- und Bundesebene derzeit einen Förderstopp für Neueinsteiger gebe, macht nun das Land mehr Geld locker. Ab 1. Jänner können Vorarlberger Bauern, die auf die Bioschiene umsteigen, 90 bis 140 Euro pro Hektar und Jahr Unterstützung aus dem neuen Landesprogramm erwarten.

Erst vor wenigen Wochen hat die Diskussion um die Haltung von Mastschweinen auch die Bio-Landwirtschaft wieder in den Fokus gerückt. Um die Umstellung auf Bio voranzutreiben, werden nun die Fördergelder für die bewirtschafteten Flächen aufgestockt. Am Montag wurde zwischen Vertretern der Biobauern, Landwirtschaftskammer und Land Vorarlberg ein eigenes Programm auf Schiene gebracht, erklärt Agrarlandesrat Erich Schwärzler. „Nachdem es derzeit bei der EU und auf Bundesebene bis 2014 einen Förderstopp für Neueinsteiger in den Biobereich gibt, übernimmt das Land die fehlenden Förderbeiträge von 90 bis 140 Euro pro Hektar.“ Ab 1. Jänner können Bauern umsteigen. Schwärzler will die Zahl der Biobetriebe bis 2016 verdoppeln. Derzeit gibt es in Vorarlberg rund 500 Biohöfe. Die Förderungen für Schweinebauern, die in tiergerechtere Stallungen investieren, wurden bereits Ende August aufgestockt. Die zusätzlich entstehenden Kosten will Schwärzler durch „Umschichtungen“ im eigenen Ressort finanzieren. Welche Bereiche dafür zurückstecken müssen, sei noch offen.

Unterdurchschnittlich

Vorarlberg hinkt der Bio-Entwicklung derzeit noch hinterher. Während in Österreich rund 20 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen von Biobauern bewirtschaftet werden, sind es in Vorarlberg erst 16 Prozent. Es werden jedoch kontinuierlich mehr. Derzeit sind es 13.000 Hektar. Die Hälfte davon liegt im Tal, die andere Hälfte sind Alpen.

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