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Mehr Fälle für Patientenanwaltschaft

Schwarzach - Die Vorarlberger Patientenanwaltschaft verzeichnete 2006 knapp ein Drittel mehr Anträge als im Jahr davor. Insgesamt wurden 370 Neuanträge eingereicht.

Das bedeutet eine Steigerung von 31,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte Patientenanwalt Alexander Wolf mit. Die Steigerung habe vor allem mit dem erhöhten Bekanntheitsgrad der Patientenanwaltschaft in der Bevölkerung zu tun, so Wolf am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Auch in den Krankenhäusern würden Patienten vermehrt auf diese Möglichkeit verwiesen, erklärte Wolf. Andererseits würden die Patienten immer mündiger. Auch dieses Jahr sei mit weiteren Zuwächsen zu rechnen. Die 327 derzeit offenen Fälle seien in Bearbeitung. „Diese Zahl muss dringend gesenkt werden, denn je länger die Bearbeitungsdauer ist, umso unzufriedener sind die Patienten“, erklärte der Patientenanwalt. Durchschnittlich beträgt diese etwa ein Jahr, in langwierigen Fällen eineinhalb Jahre. Wolf erhielt zur Bewältigung des steigenden Arbeitsanfalls einen Juristen als Unterstützung.

Insgesamt wurden 2006 581 Fälle bearbeitet, davon zählten 190 zu den Schadensfällen. In 78 Fällen konnte ein Schadensersatz erwirkt werden, das sei eine Erfolgsquote von 41 Prozent, informierte die Patientenanwaltschaft. An Schadensersatz wurden 2006 603.000 Euro an Patienten ausbezahlt, davon 260.000 Euro als Entschädigung, der Rest kam von Haftpflichtversicherungen.

Laut Wolf waren 2006 der Tod eines Babys nach einem Ärztefehler, das Herzkatheterlabor in Feldkirch und ein möglicher Behandlungsfehler bei einer Tuberkuloseerkrankung die beherrschenden Themen. Im Mai 2006 sei die Patientenanwaltschaft mit der Ausarbeitung eines Beschwerdemanagements betraut worden, das Konzept sei aber noch nicht eingeführt. Grund dafür sei das Ausscheiden von Gesundheits-Landesrat Hans-Peter Bischof (V) und die Einarbeitungszeit seines Nachfolgers Markus Wallner (V). „Ich dränge aber darauf, dass das demnächst Thema wird“, so Wolf. Gespräche seien bereits anberaumt.

Teilweise habe es Schwierigkeiten bei der Übermittlung von Krankengeschichten gegeben, die Patientenanwaltschaft musste mehrere Monate auf Unterlagen warten. „Das kann nicht sein und darf nicht sein“, kritisierte Wolf. Auch die Gutachten-Akzeptanz der Ärzte lasse teilweise zu wünschen übrig. „Eigentlich müsste ein Gutachten, wenn es klar und deutlich ist, ausreichen“, so Wolf, der die langwierigen Diskussionen mancher Mediziner bemängelte.

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