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Mehr Feuer- als Erdbestattungen

In Vorarlberg gibt es seit Jahren mehr Feuer- als Erdbestattungen. Die Trendumkehr begann 1998 mit der Errichtung des zuvor „heiߓ umstrittenen „Ethik- und Umwelt“-Krematoriums in Hohenems.

Seither nehmen im Ländle die Feuerbestattungen deutlich zu – nicht aus Kostengründen allein, sondern in etlichen Gemeinden aus Platznot auf den Friedhöfen. Der Anteil der Feuerbestattungen im Ländle ist im Vorjahr weiter angestiegen, teilte das Krematorium am Samstag mit.

2002 wurde erstmals mehr als die Hälfte der Verstorbenen in Hohenems verbrannt, dieser Anteil erhöhte sich 2003 auf 55 Prozent. Insgesamt sind in Vorarlberg im Vorjahr 2.518 Personen gestorben. Davon wurden etwa 100 (meist Moslems) ins Ausland überführt. Von den in Vorarlberg Beigesetzten wurden 1.389 (55 Prozent) im Krematorium Hohenems eingeäschert, im Jahr zuvor waren es 52 Prozent. 1998, im letzten Jahr vor Inbetriebnahme des Krematoriums Hohenems wurden bei 2.476 Sterbefällen 642 Kremationen (26 Prozent) in St. Gallen (CH) durchgeführt. Im Jahr 2000 waren es bei 2.368 Toten bereits 968 Feuerbestattungen (41 Prozent).

Immer mehr Ländle-Gemeinden nehmen bei der Gestaltung ihres Friedhofes Rücksicht auf diese Entwicklung. Das gilt besonders dort, wo Bodenbeschaffenheit und der zur Verfügung stehende Platz zu einem besonders hohen Anteil an Urnenbeisetzungen führen. Hard mit einem Anteil von 95 Prozent Kremationen oder Lustenau (87 Prozent) sind Beispiele dafür. Wie schon 2002 gab es auch 2003 in Mellau ausschließlich Urnenbeisetzungen, obwohl dort ausreichend Platz zur Verfügung steht. Auch in Egg im Bregenzerwald (93 Prozent) wurde überwiegend feuerbestattet, in Schruns im Montafon stieg der Anteil an Urnenbeisetzungen von 17 Prozent (2002) auf 39 Prozent im Vorjahr.

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