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Mehr Chancengleichheit gefordert

Mehr Chancengleichheit im Bildungssystem ist eine Kernforderung der "Bildungsgrundsätze", die die Unabhängige Bildungsgewerkschaft (UBG) am Sonntag Abend in Vorarlberg präsentiert.

An der Erstellung des Grundsatzpapiers habe sich fast die Hälfte der derzeit 830 Mitglieder beteiligt, sagte die Vorsitzende Elisabeth Lechner am Sonntag der APA.

Als Ziele von Bildung werden in dem Papier die Persönlichkeitsentwicklung und die Erziehung zu einem respektvollem Umgang miteinander sowie das Erlernen von Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen und die Aneignung von Wissen definiert. Wesentlich dafür sei die Chancengleichheit in einem unentgeltlichen, offenen und durchlässigen Bildungssystem, „das jeden Einzelnen optimal fördert“, heißt es in den „Bildungsgrundsätzen“.

„Für mehr Chancengleichheit müssen die Rahmenbedingungen stimmen und die nötigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – sonst haben wir in drei, vier Jahren noch mehr unqualifizierte Jugendliche“, so Lechner im APA-Gespräch. Derzeit würden dagegen permanent Förderstunden gestrichen, Volksschulklassen mit bis zu 29 Kindern seien keine Ausnahme. Die Anstellung von 300 zusätzlichen Lehrern sei da „nur ein Tropfen auf den heißen Stein“. Lechner: „Die Bedürfnisse der Kinder müssen wieder im Mittelpunkt des Bildungssystems stehen.“

Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft war 2001 nach heftiger lehrerinterner Kritik am ÖGB gegründet worden, der sich mit der Bundesregierung auf Sparmaßnahmen bei den Lehrern verständigt hatte. Nach Angaben von Lechner verzeichnet die UBG steigende Mitgliederzahlen, dies sei aber keine Folge der Turbulenzen im ÖGB.

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