Mehr als 3.000 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern

Innerhalb einer Woche kamen 599 Spitalspatienten hinzu
Innerhalb einer Woche kamen 599 Spitalspatienten hinzu ©APA/THEMENBILD
Am ersten Tag des vierten harten Lockdowns seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist die Zahl von 3.000 Covid-19-Krankenhauspatienten überschritten worden. Am Montag mussten österreichweit bereits 3.054 Coronavirus-Infizierte in Spitälern behandelt werden. 562 davon lagen schwer krank auf Intensivstationen. Zeitgleich meldeten die Ministerien den höchsten Montags-Wert an Neuinfektionen mit 13.806 neuen Fällen binnen 24 Stunden.

Vor einer Woche - als der siebentägige Lockdown für Ungeimpfte in Kraft trat - wurden noch 11.889 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der bestätigten aktiven Fälle stieg zu Wochenbeginn auf nunmehr 152.984 an - beinahe so viele, wie die Stadt Salzburg Einwohner hat. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung - 66 Prozent - verfügen über einen gültigen Impfschutz, das sind 5,9 Millionen Menschen.

Montags werden immer weniger Neuinfektionen gemeldet als an anderen Wochentagen. Die 13.806 Fälle liegen auch unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage, da waren es täglich 14.125 weitere Infizierte. Die meisten Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden wurden mit 3.285 wieder in Oberösterreich registriert, sie machen beinahe ein Viertel aller Fallzahlen aus. Niederösterreich meldete mit 3.233 weiteren Infizierten ähnlich viele. In der Steiermark kamen seit dem Sonntag 1.392 Neuinfektionen hinzu, in Kärnten 1.355, in Wien beinahe gleich viele mit 1.330. Tirol meldete 1.275 weitere Infizierte, Salzburg 1.012, Vorarlberg 654 und das Burgenland 270.

Deutlich am Steigen ist die Zahl der Hospitalisierten. Allein seit dem Sonntag kamen 131 Spitalpatienten auf nunmehr 3.054 hinzu, innerhalb der vergangenen Woche mussten 599 Patienten neu aufgenommen werden, das ist eine Zunahme von 24,4 Prozent. Noch deutlicher ist die Auslastung bei den Intensivstationen, hier kamen binnen der vergangenen sieben Tage 121 Schwerkranke hinzu, eine Steigerung um 27,4 Prozent auf nunmehr 562.

Besonders kritisch ist die Lage bekanntlich in Oberösterreich und Salzburg. In Kärnten und Salzburg gibt es jetzt bereits mehr Covid-19-Intensivpatienten als in den vergangenen Wellen. In Kärnten lagen am Montag 43 Schwerkranke auf Intensivstationen, drei mehr als am Sonntag. Am gestrigen 21. November 2021 waren es 40 - gleich viele wie exakt ein Jahr zuvor am 21. November 2020, das war auch der bisherige Höchststand. In Salzburg mussten am Montag bereits 38 Schwerkranke auf Intensivstationen behandelt werden, so viele wie nie zuvor. Bereits am Sonntag war mit 34 Intensivpatienten der bisherige Höchstwert übertroffen worden. Am Heiligen Abend 2020 lagen 32 Schwerkranke in Salzburg auf Intensivstationen.

Vor einem Jahr war der harte Lockdown bereits am 17. November gestartet worden. Am 22. November 2020 meldeten die Behörden 5.226 Neuinfektionen und 60 Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einem Jahr lagen österreichweit 4.458 Covid-19-Infizierte in Spitälern, davon mussten 683 auf Intensivstationen behandelt werden.

Sehr hoch ist in Österreich wieder die Zahl der Todesfälle. Alleine seit Sonntag wurden 27 weitere gemeldet, somit sind seit Pandemiebeginn bereits 12.042 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben, in der vergangenen Woche waren es 296 Tote. Pro 100.000 Einwohner gibt es bereits 134,8 Todesfälle.

Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 1.070.419 bestätigte Fälle gegeben. Als genesen gelten 905.393 Personen. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 427,216 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet. Davon waren 336.205 aussagekräftige PCR-Tests, die Positivrate lag bei 4,1 Prozent.

Am Sonntag wurden österreichweit 49.595 Impfungen durchgeführt - 77 Prozent davon waren Drittstiche und nur 6.414 Menschen wurden zum ersten Mal geimpft. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.231.633 Menschen zumindest eine Impfung erhalten. Exakt 5.896.062 Menschen und somit 66 Prozent der Österreicher verfügen über einen gültigen Impfschutz.

Bei den Zwölf- bis 24-Jährigen haben 58 Prozent ein gültiges Impfzertifikat, in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre beträgt die Rate 64,7 Prozent und bei den 35- bis 44-Jährigen 69,6 Prozent. 73,3 Prozent der Personen zwischen 45 und 54 Jahren sind mit Zertifikat nachweisbar gegen Covid-19 geschützt, 81,3 Prozent in der Gruppe 55 bis 64. Die 65- bis 74-Jährigen weisen eine Quote von 85,6 Prozent auf, die 75- bis 84-Jährigen 90,2 Prozent und die Gruppe 85plus 90,4 Prozent. Für Kinder bis elf Jahre, die derzeit lediglich "Off Label" geimpft werden, werden 0,3 Prozent ausgewiesen.

Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 72,6 Prozent. In Niederösterreich haben 68,5 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 66,2 Prozent. Nach Wien (65,2), Tirol (64,8), Vorarlberg (63,5), Kärnten (62,7) und Salzburg (62,3) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit 61,2 Prozent.

(APA)

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