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Mehr als 150 Frauen und Kinder aus Vorarlberg suchten Schutz vor familiären Notlagen

Soziallandesrätin lobt die Arbeit der Mitarbeiterinnen in der Frauennotwohnung und dem Haus für Mutter und Kind in Feldkirch.
Soziallandesrätin lobt die Arbeit der Mitarbeiterinnen in der Frauennotwohnung und dem Haus für Mutter und Kind in Feldkirch. ©dpa; VN: Hofmeister
Die Frauennotwohnung des Instituts für Sozialdienste (ifs) in Vorarlberg bietet Schutz, Unterkunft und Beratung für physisch, psychisch und sexuell misshandelte Frauen und ihre Kinder. Im letzten Jahr nutzten 68 Frauen und 56 Kinder die Notwohnung als Zwischenstation, um nach Fällen häuslicher Gewalt zur Ruhe zu kommen und die nächsten Schritte zu planen. Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker betont, "wie wichtig solche Angebote sind, an die sich Frauen in schwierigen Situationen vertrauensvoll wenden können."

Bei einem Besuch der ifs Frauennotwohnung und dem Haus für Mutter und Kind der Caritas in Feldkirch dankte die Landesrätin den Mitarbeiterinnen für deren engagierte Arbeit. Diese führen neben der Betreuung traumatisierter Frauen und Kindern auch viele Informationsgespräche und würden zahlreiche Anfrage beantworten.

Aufmerksame Gesellschaft gegen häusliche Gewalt

Das Thema häusliche Gewalt dürfe nicht tabuisiert werden, fordert Landesrätin Wiesflecker. Um den Betroffenen zu helfen, brauche es eine Gesellschaft, die aufmerksam ist und nicht wegschaut, wenn solche Fälle bekannt werden. Wie komplex und vielschichtig viele Problemlagen sind, sei im direkten Gespräch mit den Mitarbeitenden klar geworden: “Es gilt ja nicht nur die unmittelbare Gefährdung abzuwenden, sondern danach die Schutz suchenden Frauen zu unterstützen, damit sie einen Neustart machen können. Dabei stellt sich etwa die Wohnungssuche oftmals als nicht einfach heraus.”

Lebenssituationen stabilisieren

Das Haus Mutter und Kind der Caritas in Feldkirch unterstützt seit vielen Jahren Mütter in Krisensituationen. Die Aufträge kommen größtenteils von der Kinder- und Jugendhilfe. Ziel der Einrichtung ist es, die Lebenssituationen der Bewohnerinnen soweit zu stabilisieren, dass sie den Alltag mit ihren Kindern wieder selbst schaffen. 2015 wurden 39 Familien mit 50 Kindern betreut. Das ist eine Steigerung um 25 Prozent bei den Müttern und 32 Prozent bei den Kindern im Vergleich zum Jahr davor.

“Oft treffen unvorhergesehene Schicksalsschläge die Frauen mit ihren meist kleinen Kindern. Dann braucht es eine auf solche Fälle spezialisierte Hilfseinrichtung. Vor allem alleinerziehenden Frauen kann durch Beratung eine neue Lebensperspektive gegeben werden”, erläutert Landesrätin Wiesflecker.

(red/VLK)

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