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Mehr Alkohol am Steuer

Trotz weniger Alkoholkontrollen wurden in Vorarlberg mehr Promillesünder erwischt.

Weniger Kontrollen – mehr Sünder
“Noch ein Glas und dann aufs Gas.” Wenn es um Alkohol am
Steuer geht, klagen die Verkehrshüter immer wieder über den gefährlichen
Leichtsinn vieler Autofahrer – im vergangenen Jahr stieg die Zahl der
Promille-Lenker wieder deutlich an.
Nichts erfreuliches kann Hermann Lutz, Chef der Verkehrsabteilung, beim
Anblick auf die Jahresbilanz 1999 von der “Verkehrsfront” vermelden: trotz
weniger Alkoholkontrollen wurden mehr Promillesünder erwischt.

Insgesamt
wurden 1862 Anzeigen gegen Alkoholsünder (1489 Personen hatten über 0,8
Promille und 373 Personen bis 0,79 im Blut) erstattet. Im Vergleich zu 1998
bedeutet dies eine Steigerung um 74 Anzeigen. Für Lutz ist eines klar:
“Durch unsere angespannte Personalsituation können wir nicht so oft
kontrollieren – die Leute wissen dass und werden wieder leichtsinniger.”
Würden Schwerpunktkontrollen nicht frühzeitig angekündigt, wäre die Zahl
der betrunkenen Verkehrsteilnehmer wohl noch höher. Von der Abschreckung
der 0,5 Promille-Grenze sei nichts mehr zu spüren. “Wir hatten nach der
Einführung Anfang 1998 einen Rückgang bei alkoholisierten Lenkern von bis
zu 45 Prozent. Diese Zahlen haben sich schon lange relativiert – die
Wirkung der 0,5 Promille-Grenze ist längst verpufft”, klärt Lutz auf.

Nicht nur alkoholisierte Nachtschwärmer machen dem Chef der
Verkehrsabteilung Kopfzerbrechen. Trotz Fahrgemeinschaften und nächtlichen
Taxi-Heimfahrten werden von der Exekutive immer wieder Pkw-Lenker mit
Restalkohol im Blut erwischt. “Durchschnittlich baut ein Mensch 0,12
Promille Alkohol pro Stunde ab.

Nach einem Rausch dürfte sich deshalb
niemand in der früh wieder hinters Steuer setzten, da er immer noch
alkoholisiert ist”, warnt Lutz vor falscher Selbsteinschätzung. Dennoch
könne hier nicht riguros kontrolliert werden. Es sei viel einfacher,
Diskorouten im Auge zu behalten, als den morgendlichen Berufsverkehr durch
großangelegte Kontrollen zu stören.

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