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Mauretanischer Präsident kündigt Rückkehr an

Der in der vergangenen Woche während eines Auslandsaufenthalts durch einen Militärputsch gestürzte mauretanische Staatspräsident Maaouya Ould Sid’Ahmed Taya will bald in das westafrikanische Land zurückkehren.

Taya habe seine Heimkehr in einem Interview angekündigt, teilte der in Dubai ansässige Fernsehsender „Al-Arabiya“ am Montag mit. Das Interview mit dem pro-westlichen Ex-Präsidenten sollte noch am Montag ausgestrahlt werden.

Taya, der in Riad an den Trauerfeierlichkeiten für den saudiarabischen König Fahd teilgenommen hatte, als eine Junta in Nouakchott die Macht übernahm, habe den Staatsstreich als „kriminelle Tat“ verurteilt und die Armee aufgerufen, das Land in die „Legalität“ zurückzuführen, meldete „Al-Arabiya“. Taya war 1984 selbst durch einen unblutigen Putsch an die Macht gekommen. Durch seine Annäherung an die USA und Israel hat er den Ärger vieler Araber auf sich gezogen. Nach dem Machtwechsel war es in der Hauptstadt Nouakchott zu spontanen Freudenkundgebungen gekommen.

Der neue mauretanische Staatschef Oberst Ely Ould Mohammed Vall hat unterdessen die Führer der politischen Parteien empfangen, um mit ihnen den angestrebten Demokratisierungsprozess zu besprechen. Auch Tayas Partei PRDS, die den Putsch zunächst verurteilt hatte, gab am Montag eine Unterstützungserklärung für die 17-köpfige Junta ab. Diese will innerhalb eines Jahres ein Referendum über eine neue Verfassung abhalten und danach demokratische Wahlen durchführen.

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