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Matura-Totaldebakel: NEOS nehmen Landesrätin Mennel ins Visier!

NEOS-Pointner sieht Mennel am Zug.
NEOS-Pointner sieht Mennel am Zug. ©VOL.AT/Steurer
Nach dem Matura-Debakel nehmen die Ländle-Neos nun Schullandesrätin Bernadette Mennel ins Visier: Ein Plan sei gefordert, "Bedauern und Ratlosigkeit" würden angesichts der dramatischen Situation nicht ausreichen.
Debakel bei Mathe-Matura

Das schlechte Abschneiden von Vorarlbergs Maturanten – insbesondere im Fach Mathematik kann man von einem Debakel sprechen – ruft nun die NEOS auf den Plan. “Es reicht nicht, dass Vorarlberg in der Mathe-Matura weit abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt, auch in Deutsch und Englisch haben unsere Maturanten österreichweit mit die schlechtesten Ergebnisse”, zeigt sich NEOS-Bildungssprecherin Martina Pointner erschüttert.

NEOS: Schwere Konsequenzen für Studien-Beginn

Nur scheibchenweise würden die Detailergebnisse der Zentralmatura offengelegt, was den Ländle-NEOS sauer aufstößt. Insbesondere die Länder-Ergebnisse würden nur spärlich kommuniziert. Klar sei aber: Vorarlberg schneide wieder einmal erschreckend schlecht ab. Es gebe nicht nur mehr Schüler mit einem “nicht genügend” in den Hauptfächern, sondern auch deutlich weniger Spitzenschüler mit “sehr gut” oder “gut”. Da helfe es auch nicht, dass die Noten über die Kompensationsprüfungen nach oben korrigiert würden.

Besonders schwer würden sich die Konsequenzen auswirken, wenn Maturanten ein spezielles Studium vor Augen hätten, denke man etwa an den Numerus Clausus. “Das schlechte Abschneiden der Vorarlberger grundsätzlich auf den Schweregrad der Zentralmatura zu schieben, funktioniert nicht, da ja die Maturanten in anderen Bundesländern insgesamt deutlich bessere Leistungen zeigen”, so Pointner.

Pointner: Ergebnisse für Industrieland nicht tragbar

Gerade für ein Industrieland wie Vorarlberg seien die Ergebnisse verheerend. “Vorarlberger Schüler und Schülerinnen haben damit im Schnitt von vornherein die schlechteren Karten, wenn sie ein technisches Studium beginnen möchten, aber auch, wenn sie beispielsweise Medizin studieren wollen”, ärgert sich Pointner, die sich fragt, warum soziografisch vergleichbare Bundesländer wie Oberösterreich so viel besser abschneiden – dort beträgt die Durchfallquote bei der schriftlichen Mathe-Matura 13,4 Prozent.

“Dass die Oberösterreicher im Durchschnitt derart intelligenter sind als unsere jungen Leute, kann ich einfach nicht glauben – daher muss es schlichtweg am Unterrichtsniveau liegen”, so Pointner. Das zeige sich auch bei den Spitzenleistungen: Während in Vorarlberg 7,1 Prozent der Maturanten in Mathe einen “Einser” schafften, waren es in Oberösterreich mit 13,6 Prozent fast doppelt so viele.

“Was ist ihr Plan, Frau Landesrätin?”

“Was ist Ihr Plan, Frau Landesrätin? Bedauern und Ratlosigkeit werden nicht ausreichen, um die dramatische Situation, in der sich unser Land in Sachen Schulbildung befindet, zu verbessern. Wie lange wollen Sie noch zusehen, wie das Bildungsniveau unserer Kinder den Bach hinunter geht? Wir fordern, dass Bildung endlich zur Chefsache gemacht wird und erwarten uns umgehend klare Zielsetzungen sowie einen entsprechenden Maßnahmenkatalog auf allen schulischen Ebenen”, macht Pointner ihrem Ärger Luft.

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