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Matthias Strolz schenkt HC Strache ein: "Voller Liebe"

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Wenn es um die EU geht sind Matthias Strolz und HC Strache naturgemäß unterschiedlicher Ansichten. Das zeigte sich auch wieder bei einer Diskussion im Parlament.
Strolz Vs. Strache: Hitzige Debatte
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FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache forderte Kanzler Christian Kern (SPÖ) auf, in Brüssel für einen Sparkurs der EU einzutreten. “Jetzt ist es wichtig, wenn der Nettozahler Großbritannien wegfällt, dass man bei sich selbst in der Verwaltung spart.” Die “massive Frustration” sei dem “völligen Scheitern” eigener Gesetze geschuldet, verwies Strache auf die Dublin-Verordnung und den Schengenraum. Mit Emmanuel Macron habe ein völlig EU-unkritischer Politiker den ersten Durchgang der französischen Präsidentschaftswahlen gewonnen. “Das ist ein Neoliberaler, ein Globalist und Bankenvertreter”, sagte Strache.

Strolz: “Ich musste dem Strache einschenken – voller Liebe” (Video)

“Wer Europa liebt, der muss es kritisieren”, war die Botschaft von NEOS-Klubobmann Matthias Strolz. Wer das tut, müsse diese Kritik konstruktiv und lösungsorientiert äußern. “Das ist der Unterschied zur FPÖ, sie wollen sie zerstören”, sagte Strolz in Richtung der blauen Abgeordneten, Le Pen gebe das auch ganz offen zu. Für den Pinken-Chef erstickt auch die Volkspartei die EU mit “nationalistischen Logiken”. “Die ÖVP war einmal eine proeuropäische Partei.” Strolz vermisste den Europaminister Sebastian Kurz (ÖVP) auf der Regierungsbank: “Wo ist er? Er ist nicht da.”

Glawischnig: “Es ist eine Warnung …”

Für Grünen-Chefin Eva Glawischnig müssen die Bürger auf beiden Seiten geschützt werden, um nicht zum Faustpfand in den Austrittsverhandlungen zu werden. “Es ist aber auch eine Warnung vor dem Zündeln mit Europafeindlichkeit”, sagte Glawischnig mit Blick auf die EU-kritische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen in Frankreich. Es dürfe in der EU nicht zu einer Entsolidarisierung kommen, wo jeder gegen jeden agiere.
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SPÖ-Klubchef Andreas Schieder warnte in der Brexit-Debatte vor einem Liebäugeln mit einem EU-Austritt Österreichs. Ein Öxit, wie die Freiheitlichen immer wieder spekulierten, wäre ein schwerer Fehler, sagte Schieder. Le Pen warf er vor, für ein System von Korruptionisten und für den Missbrauch europäischer Gelder zu stehen. Der Sozialdemokrat forderte, dass sich die EU verstärkt der sozialen Säule widmet.

Absage von der ÖVP

Dem erteilte der Klubobmann der ÖVP, Reinhold Lopatka, postwendend eine Absage. Die Sozialunion sei eine Utopie. “Es braucht ein Mehr an Europa, wo es sinnvoll ist, aber auch ein Weniger an Europa, wo es notwendig ist”, sagte Lopatka. Bedarf für “mehr” Europa sah er beim Kampf gegen Terror, beim Klimawandel, dem EU-Grenzschutz sowie im Umgang mit der Türkei.
Team Stronach-Klubobmann Robert Lugar lenkte das Thema einmal mehr auf den Umgang mit Flüchtlingen. Großbritannien sei wegen der Flüchtlingskrise ausgetreten. “Die britische Bevölkerung hat gemerkt, dass es so nicht weitergehen kann.”

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