Massiver Rückgang bei Auto-Neuzulassungen im Oktober

Es knirscht im Getriebe - Nur NoVA-Änderung brachte Plus bei Klein-Lkw
Es knirscht im Getriebe - Nur NoVA-Änderung brachte Plus bei Klein-Lkw ©APA/dpa
Im Oktober ist die Zahl der neu zugelassenen Pkw im Jahresvergleich um 39,2 Prozent gesunken. Der Anteil an alternativen Antrieben erreichte bei den Auto-Neuzulassungen in diesem Monat 44,8 Prozent und lag rund zehn Prozentpunkte über dem Anteil von Benzin-Pkw (33,9 Prozent) und war zwei Mal höher als der Anteil an Diesel-Pkw (21,3 Prozent). Insgesamt sanken die Kfz-Neuzulassungen gegenüber dem Oktober 2020 um 15,2 Prozent auf 26.497 Kraftfahrzeuge.

Wobei es bei den Sattelfahrzeugen gegenüber Oktober 2020 ein Minus von 26,5 Prozent gab, bei den Traktoren hingegen ein Plus von 10,2 Prozent. Exorbitant stark zugelegt haben die kleinen Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen, deren Plus von 171 Prozent resultiert allerdings aus der Umstellung der Normverbrauchsabgabe (NoVA). Die Neuzulassungen von Wohnmobilen stiegen um 60,7 Prozent an, bei den Motorrädern gab es einen Rückgang von 13,4 Prozent, teilte die Statistik Austria am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Von Jänner bis Oktober des heurigen Jahres wurden 204.636 Pkw neu zugelassen. Gegenüber der Vorjahresperiode bedeutet das eine Stagnation, im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 gab es einen Rückgang von 27,8 Prozent. 66,1 Prozent der Neuwagen waren Firmenfahrzeuge, bei den rein elektrisch angetriebenen Autos waren es 83,9 Prozent.

Die Neuzulassungen von Pkw mit Dieselantrieb gingen von Jänner bis Oktober 2021 um 35,1 Prozent zurück, jene von Pkw mit Benzinantrieb um 13 Prozent. Zuwächse wurden bei alternativ angetriebenen Pkw beobachtet (BEV-Elektro: plus 151,5, Diesel-Hybrid: 97,4, Benzin-Hybrid: 87,1 Prozent). Die beliebteste Antriebsart bei den privaten Fahrzeughalterinnen und -haltern war der Benzinmotor (52,5 Prozent). Die Gewinner der Zulassungsstatistik waren Audi und Fiat, die größten Verluste verzeichneten Renault und Hyundai.

Eine Besonderheit stellten im Oktober die leichten Nutzfahrzeuge dar. Ab 1. Juli 2021 und mit einer Übergangsfrist bis 31. Oktober 2021 ist die NoVA-Verpflichtung für Lastkraftwagen bis 3.500 kg Gesamtgewicht in Kraft getreten. Diese gesetzliche Änderung brachte bei den Lkw Kl. N1 seit Jahresbeginn ein Plus an Neuzulassungen von 74,9 Prozent gegenüber Jänner bis Oktober 2020. In den ersten neun Monaten 2021 wurden mehr Sattelzugfahrzeuge (plus 36,9 Prozent) sowie land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen (34,3 Prozent) neu zugelassen als im Vorjahreszeitraum.

Starke Zuwächse gab es bei Neuzulassungen von Wohnmobilen mit einem Plus von 61,7 Prozent gegenüber 2020 und 157,2 Prozent gegenüber 2019. Bei den Zweirädern wurde ebenfalls ein Anstieg der Zulassungen bei Motorrädern beobachtet (plus 9,3 Prozent gegenüber 2020, 15,5 Prozent gegenüber 2019).

Insgesamt wurden von Jänner bis Oktober 325.140 Kraftfahrzeuge (Kfz) neu zugelassen, um 10,3 Prozent mehr als 2020. Im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum 2019 lagen die Kfz-Neuzulassungen 2021 aber noch um 14,5 Prozent zurück.

(APA)

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