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Massiver Panzervorstoß im Westjordanland

Zwei Tage nach dem jüngsten Bombenanschlag sind israelische Truppen mit Dutzenden Panzern nach Nablus vorgestoßen. Bei einem Schusswechsel kamen zwei Palästinenser ums Leben.

Die Militäraktion begann kurz nach Mitternacht, als etwa 150 gepanzerte Fahrzeuge in das Zentrum der im Westjordanland gelegenen Stadt einrückten.

Im Nachbardorf Salem umstellten Truppen das Haus eines Hamas- Aktivisten. Soldaten hätten dem 28-Jährigen Handschellen angelegt und ihn dann erschossen, sagte ein Nachbar. Die israelische Armee machte keine Angaben dazu. Im Gazastreifen wurde in der Nacht ein Palästinenser erschossen, zwei weitere Männer wurden verletzt – hier kam es zu einer Schießerei, als israelische Truppen Gebäude an der Grenze zu Ägypten zerstören wollten.

Nablus ist wie sechs weitere Städte im Westjordanland seit dem 20. Juni von israelischen Truppen besetzt. Ein Teil der Bevölkerung hat in dieser Woche mehrfach bewusst das Ausgehverbot missachtet.

Auch in Rafah im südlichen Gazastreifen rückte die Armee ein. Dabei wurde ein 20 Jahre alter Palästinenser getötet, ein 14-jähriger wurde verletzt. Die israelischen Panzer und Bulldozer seien etwa 200 Meter auf Autonomiegebiet vorgedrungen und hätten ein Haus nahe der ägyptischen Grenze zerstört, teilten palästinensische Sicherheitskräfte mit.

Nach dem Bombenanschlag der Hamas-Organisation auf die Hebräische Universität in Jerusalem hat sich auch die US-Bundespolizei FBI in die Ermittlungen eingeschaltet. Bei dem Bombenanschlag vom Mittwoch kamen fünf US-Bürger und zwei Israelis ums Leben. US-Präsident George W. Bush erklärte, bei der Verfolgung der Täter bemühe sich seine Regierung um die Unterstützung arabischer Regierungen. Bush traf zuvor mit dem jordanischen König Abdullah zusammen. Anschließend führte er eine Unterredung mit Israels Außenminister Schimon Peres.

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