Masseverwalter auf Käufersuche

Dornbirn - Dr. Karl Rümmele will nächste Woche über die Zukunft von Hämmerle entscheiden.
F.M. Hämmerle in Schieflage

„Wir sind nach wie vor mit der Verwertung der Konkursmasse beschäftigt und suchen einen Käufer. Am besten wäre es, wenn sich ein Käufer fände, der in Bausch und Bogen das gesamte Anlage- und Umlaufvermögen erwerben will. Es liegen zwar viele Interessensbekundungen, im Wesentlichen aber nur für Teile, vor. Ich werde noch diese Woche abwarten, und dann entscheiden, was man tun wird.“ So gestern der Masseverwalter der in Konkurs gegangenen Textilwerke Hämmerle in Dornbirn, Dr. Karl Rümmele. In der Weberei und Garnfärberei von Hämmerle wird nicht mehr gearbeitet. Rümmele: „Es werden nur noch jene Aufträge abgearbeitet, aus denen ein Erlös zu erwarten ist.“

Forderungsanmeldung

Da die Anmeldefrist für die Forderungen gegen die Textilwerke Hämmerle noch bis zum 3. August 2009 läuft, lässt sich über die tatsächliche Höhe der Forderungen derzeit noch nichts sagen, so der Masseverwalter weiter. Forderungen dürften schätzungsweise in der Höhe von fünf bis 5,5 Mill. Euro bestehen, man werde sehen, was davon tatsächlich angemeldet wird. Der Mietvertrag der Hämmerle-Textilwerke mit dem früheren Geschäftsführer Ing. Josef Hahnl, dem die – von der Insolvenz nicht betroffene – Immobilie gehört, wurde zum 30. September 2009 aufgekündigt. Inzwischen bemüht sich Siegfried Birnleitner von der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung bei der indischen Oswal-Gruppe um einen einmaligen Zuschuss für die Arbeitsstiftung zur Entlastung der öffentlichen Hand. Ein Rechtsanspruch auf eine solche Zahlung besteht allerdings nicht. Laut AK-Präsident Hubert Hämmerle sieht es derzeit so aus, dass die betroffenen Hämmerle-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die erste Tranche der Zahlungen aus dem Insolvenzentgeltsicherungssfonds Anfang August 2009 erhalten werden.

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