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Marco Rossi mit entspannter Vorfreude auf den NHL-Draft

Rossi (li.) gilt als Top-Ten-Kandidat
Rossi (li.) gilt als Top-Ten-Kandidat ©APA (Archiv/AFP/GETTY)
Seit 14 Jahren, seit Michael Grabner und Andreas Nödl 2006, ist kein österreichisches Eishockey-Talent mehr von einem Club der National Hockey League (NHL) gedraftet worden. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (1:00 Uhr MESZ) wird die lange Wartezeit zu Ende sein. Der Vorarlberger Marco Rossi gilt beim diesmal virtuellen Draft als heißer Kandidat für die Top Ten. Im zweiten Teil des Drafts am Mittwochabend (17.30) hat Thimo Nickl Chancen, auch Senna Peeters darf hoffen.

Rossi hat sich in den zwei Saisonen in der kanadischen Juniorenliga OHL fett in die Notizblöcke der Scouts gespielt. Im abgelaufenen Spieljahr war er mit 120 Punkten (39 Tore, 81 Assists) in 56 Spielen für die Ottawa 67s Topscorer und wurde auch zum herausragendsten Spieler der Liga gewählt.

Der seit 23. September 19-Jährige lässt sich vom Hype um ihn nicht beeindrucken und überlässt Spekulationen um seinen künftigen Club anderen. "Ich genieße den ganzen Moment. Ich fokussiere mich auf das, was ich machen kann, und das ist Training. Ich mache mir keinen Druck. Ich freue mich auf den Moment, der ist entscheidend für meine Zukunft, aber da bin ich komplett locker", erklärte er im Gespräch mit der APA.

Rossi wird am Dienstag mit seiner Familie und Freunden zunächst abendessen und in der Nacht ab 1.00 Uhr bereit sein. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Draft, in normalen Jahren ein großes Event in Nordamerika, nur via Zoom ablaufen. Der Center wird um 1.00 Uhr so wie alle Kandidaten für die erste Runde (ca. 40 bis 50 Spieler) einsteigen, "und wenn man aufgerufen wird, wird man zugeschaltet".

Erwartet wird, dass sich die New York Rangers als Nummer eins für Alexis Lafreniere entscheiden, anschließend werden an zwei (Los Angeles Kings) und drei (Ottawa Senators) Quinton Byfield und der Deutsche Tim Stützle erwartet. Danach sind sich die Experten nicht mehr einig, Rossi gilt als Kandidat für die Detroit Red Wings (4), Ottawa Senators (5), Anaheim Ducks (6), New Jersey Devils (7) oder Buffalo Sabres (8).

Dass der Feldkircher als dritter Österreicher nach Thomas Vanek (Nr. 5/Buffalo Sabres 2003) und Michael Grabner (Nr. 14/Vancouver Canucks 2006) in der ersten Draft-Runde gewählt wird, scheint sicher, er könnte sogar Vanek einstellen oder übertrumpfen. "Ich probiere, so hoch es geht gedraftet zu werden, es wäre eine große Ehre. Im Endeffekt wirst du aber nur gedraftet, das sagt noch nichts über deine Karriere. Der Draft ist das Eine, spielen das Wichtigste", meinte Rossi. Und da ist Vanek, der über 1.000 NHL-Spiele absolviert hat, ein Vorbild.

Im Vorfeld des Drafts ist Rossi von allen Clubs interviewt worden, von einigen sogar drei-, viermal. Dabei wurde er auch mit ausgefallenen Frage konfrontiert. "Ein paar psychologische Fragen, da bist du nicht vorbereitet", sagte Rossi und berichtete von der für ihn ungewöhnlichsten: "Wenn ich jemand umbringen würde, mit Pistole, Stein oder Messer? Ich habe gesagt Pistole."

Rossi hat jedenfalls die lange Spielpause genutzt, um sich intensiv auf seinen nächsten Schritt vorzubereiten. "Ich habe mit meinem Personal Coach Mitte März begonnen. Vom Körperlichen war ich schon unglaublich, und in den sechs, sieben Monaten habe ich noch richtig große Schübe gemacht. Unser großes Ziel war immer die Geschwindigkeit, bessere Stabilität, noch stärker werden. Ich habe mich noch nie so gut gefühlt wie jetzt", erklärte er.

Der Vorarlberger hat vor allem mit den ZSC Lions in Zürich unter dem schwedischen Weltmeister-Trainer Rikard Grönborg trainiert, war aber auch Trainingsgast beim KAC und den Graz99ers. Wie es für ihn nach dem Draft weitergeht, wird er mit seinem neuen Club klären. Abhängig davon, wann die nächste NHL-Saison beginnt, könnte er im Herbst zunächst noch für Zürich spielen, vielleicht geht es aber auch schon im November ins Vorbereitungscamp nach Amerika. Jedenfalls wird Rossi als einem von nur einer Handvoll Spieler zugetraut, gleich im ersten Jahr den permanenten Sprung ins NHL-Team zu schaffen.

(APA)

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