Manuel Vallaster, ein unverwüstlicher Optimist

Ein junger Montafoner entwickelte ein zukunftsweisendes Projekt.

Eine Charaktereigenschaft von Manuel Vallaster ist vor allem Zielstrebigkeit. Setzt sich der junge Montafoner ein Ziel, erfolgt auch die Umsetzung konsequent. Dieser Charakterzug war ihm insbesondere in den letzten Jahren sehr hilfreich. Vor drei Jahren musste er infolge einer lebensbedrohlichen Erkrankung mehrere Monate in verschiedenen Krankenhäusern verbringen, im Jänner ist wiederum eine Operation an der Uniklinik Innsbruck geplant. Und als ob das an Schicksalsschlägen nicht genug wäre – vor zwei Jahren verstarb seine Mutter an einem plötzlichen Herztod. Dennoch strahlt der schlanke junge Mann einen unverwüstlichen Optimismus aus. In allen Lebenslagen hat er stets einen lockeren Spruch auf Lager. Sein Humor kommt auch beim medizinischen Personal in den Krankenhäusern sehr gut an. Tiefschläge überwindet er, indem er sich klare Ziele setzt: „Meine Bewältigungsstrategie bei negativen Erlebnissen hat sich im Laufe der Zeit immer mehr gefestigt. Ich denke an mein Ziel und daran, wie ich dieses am besten erreiche. Dann fokussiere ich mich auf die Lösungswege und bin dadurch abgelenkt.“ Selbstmitleid ist so gar nicht sein Ding.

Kreatives Vater-Sohn-Duo

Trotz vielen krankheitsbedingten Absenzen hat der 20-Jährige im letzten Jahr erfolgreich die Matura an der HTL Bregenz absolviert. Mit viel Ehrgeiz und Durchhaltevermögen hatte er sich darauf vorbereitet. Gemeinsam mit seinem Vater Christian Bischof hat er in dieser Zeit auch den Dachboden in seinem Elternhaus ausgebaut, dort befindet sich nun sein Reich: „Das hat sehr viel Spaß gemacht! Ich konnte meine Kreativität voll ausleben.“ Sein großer Freundeskreis besucht ihn regelmäßig, die Wohnung im Dachboden ist ein beliebter Treffpunkt. Auch Papa Christian gesellt sich gerne zu den jungen Leuten. Das ohnehin gute Vater-Sohn-Verhältnis hat sich nach dem Tod von Mutter Christine noch mehr intensiviert. So entwickelten die beiden eine Projektidee, die mittlerweile auch bereits erfolgreich umgesetzt wurde: „Es gibt immer mehr E-Bikes, die in der Anschaffung sehr teuer sind. Gemeinsam haben wir überlegt, wie diese am besten und sichersten aufbewahrt werden können. So entwickelten wir gemeinsam mit dem ‚Bike-Twister‘ eine Fahrradbox, die sehr platzsparend ist. Auf acht Quadratmetern bringen wir nun acht Fahrräder unter.“ Das ambitionierte Projekt bietet einen Schutz der Fahrräder vor äußeren Witterungseinflüssen und Diebstahl, die Energiegewinnung erfolgt mittels Photovoltaik-Panels und ermöglicht es, E-Bikes vor Ort aufzuladen. Außerdem ist die Aufbewahrung von zusätzlicher Ausrüstung in integrierten Behältnissen vorgesehen: „Unsere Fahrradbox kann in individueller Ausstattung in Bezug auf Verkleidung, Bauform und Automatisierung hergestellt werden. Diverse Features wie etwa Innenbeleuchtung und Trennwände können ebenfalls ausgewählt werden. Wobei ich persönlich Wert auf Regionalität lege.Wir verwenden ausschließlich heimisches Holz, und alle beteiligten Handwerksbetriebe sind in Vorarlberg beheimatet.“

Immer voll dabei

Der erste Prototyp ist bereits fertiggestellt, ein zweiter wurde parallel gebaut, dieser entsteht in vollautomatisierter Ausführung. Manuel Vallaster ist immer dabei, jedes Detail wird immer wieder aufs Neue überdacht, bei Schweißarbeiten legt er auch selber Hand an: „Eigentlich ging bei der Umsetzung alles schneller und einfacher als ich gedacht hatte.“ Mit seinem Vater Christian bildet er ein kongeniales Team, das sich auch schon mit der Weiterentwicklung ihrer Projektidee wie etwa einer offenen Version für Tiefgaragenplätze auseinandersetzt. Inzwischen haben die beiden auch mit „Montiva“, der Titel beinhaltet sowohl Montafon als auch Innovation, ein Unternehmen gegründet. Manuel Vallaster ist bei jedem Entwicklungsschritt der Firma – wie immer – voll dabei.

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