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Manfred Rein tritt als Landesrat zurück

Am Donnerstag tagt das Wirtschaftsparlament; eine Tagung, die für höchste landespolitische Aufmerksamkeit, für einen regelrechten landespolitischen Knalleffekt sorgen wird.  Rein im VOL Live-Interview  | Karlheinz Rüdisser im Gespräch mit VOL Live   | "VN"-Interview | Kuno Riedmann | Karlheinz Rüdisser | "VN"-Kommentar | BZÖ-Hagen |  Hinteregger |  Grüne | SP-Ritsch

Wie die “Vorarlberger Nachrichten” in Erfahrung bringen konnten, wird Wirtschaftskammerpräsident Kuno Riedmann seine Funktion bei der um 16.30 Uhr beginnenden Tagung zur Verfügung stellen und den bisherigen Wirtschaftslandesrat und Wirtschaftsbundobmann Manfred Rein zu seinem Nachfolger vorschlagen.

Riedmann wird zu Beginn der Sitzung deshalb einen zusätzlichen Tagesordnungspunkt vorschlagen: Nominierung und Nachwahl des Präsidenten.

Weichen für 2010

Mit dieser Personalrochade stellt der Wirtschaftsbund auch die Weichen für die 2010 fälligen Wirtschaftskammerwahlen; bei denen Riedmann (68), seit 1995 im Amt und damit in seiner dritten Funktionsperiode, nicht mehr antreten darf. Das schreibt das Wirtschaftskammergesetz vor. Es ist davon auszugehen, dass Rein am Donnerstag gewählt wird, hält der Wirtschaftsbund doch die absolute Mehrheit im Wirtschaftsparlament.

Und damit ist ebenfalls klar: Der Dornbirner Rein wird bei der Wirtschaftskammerwahl 2010 als Spitzenkandidat des Wirtschaftsbundes kandidieren. Am Mittwochabend liefen die Telefone im Wirtschaftsbund jedenfalls regelrecht heiß; wurde der morgige überraschende Tagesordnungspunkt besprochen.

Rüdisser als Landesrat

Mit dieser Rochade verbunden ist freilich auch ein Wechsel in der Landesregierung: Über Vorschlag des Wirtschaftsbundes soll Karlheinz Rüdisser die Nachfolge Reins in der Landesregierung antreten. Rüdisser, bis dato Leiter der Wirtschaftsabteilung im Amt der Landesregierung, gilt als Fachmann – er steht seit Jahren in seiner Funktion als Leiter der Wirtschaftsabteilung in engem Kontakt mit den Vorarlberger Unternehmen. Ausständig sind freilich noch die Entscheidungen in den ÖVP-Gremien – sie müssen den bisherigen Lauteracher ÖVP-Vizebürgermeister Rüdisser zu Reins Nachfolger bestimmen. Aber das dürfte rasch erfolgen: Bereits am 1. Dezember soll die Rochade im Parteivorstand der Vorarlberger Volkspartei diskutiert – und besiegelt werden.

“Ich stehe zur Verfügung, wenn die Parteigremien das akzeptieren”, sagt Rüdisser (53) auf “VN”-Anfrage. Der Wechsel von Rein zu Rüdisser soll dann in der Landtagssitzung am 10. Dezember stattfinden. Das heißt im Klartext: Rein ist noch bis zum 10. Dezember Mitglied der Landesregierung – und quasi ab 11. Dezember Präsident der Wirtschaftskammer.

LH “begrüßt Vorschlag”

Er bedauere den Weggang Reins, respektiere aber dessen Entscheidung, sagte Landeshauptmann Herbert Sausgruber auf “VN”-Anfrage. Rein habe in seiner Regierungszeit viel bewegen können: “Es war eine sehr gute Zusammenarbeit, ich rechne auch weiterhin mit einer sehr guten Zusammenarbeit.” Was ist mit Rüdisser? “Das ist ein guter Vorschlag, aufgrund der Erfahrung und Kompetenz, die Rüdisser hat.” Er werde den Vorschlag in den zuständigen Parteigremien befürworten.

Rein im VOL Live-Interview

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