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Manasek ist wieder da – und mit ihm ein ganzer Verband

Lustenau - Nach 2000 in Alberschwende führten die Bodybuilder am Samstag in Lustenau wieder Landesmeisterschaften durch. Christian Manasek ist es zu still um die Szene geworden, erste Erfolge haben sich bereits wieder eingestellt.
Lustenau im Bodybuilding-Fieber

Doppelbizeps und Latissimus von vorne, Doppelbizeps und Latissimus von rückwärts, seitliche Brustpose, seitlicher Trizeps sowie Bauch und Beine – die Ansagen gelten den Hauptdarstellern auf der Bühne im Lustenauer Bundesgymnasium. Hauptdarsteller des GP von Österreich der IFBB, der International Federation of Bodybuilders, die in 183 Ländern vertreten ist und somit zu den fünf größten Sportverbänden überhaupt zählt. Zu sehen ist das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit in Kraftkammern oder hochmodernen Sportstudios.

Nachgeholfen wird mit legalen, aber auch anderen Mitteln. Mit diesen Aussagen müssen die Athleten leben, das weiß auch Christian Manasek, der schon vor exakt zehn Jahren meinte, „bei uns wird das Zeug genauso genommen wie in anderen Sportarten.“ In den Bereichen, in denen es um Leistung gehe, werde nachgeholfen. Vor zehn Jahren? 2000 wurden in Alberschwende die letzten Landesmeisterschaften ausgetragen, seither ist es still um die Muskelberge geworden. 2009 wurde es Manasek, der selbst bis 2008 pausiert hatte, zu still, der Lustenauer erweckte den zwischenzeitlich aufgelösten Vorarlberger Amateur-Bodybuilding-Verband zu neuem Leben und blickt als Präsident optimistisch in die Zukunft.

„Wir haben 24 Mitglieder, von denen nahezu die Hälfte am Wettkampfgeschehen teilnehmen. Mit diesem GP, der gleichzeitig auch Landesmeisterschaft ist, wollen wir hier für einen neuen Aufschwung sorgen.“ Die Teilnehmerzahl gestern (13) sei freilich ernüchternd gewesen, „aber viele trauen sich einfach nicht auf die Bühne. Und die Diät, die eingehalten werden muss, ist hart“, lacht Manasek. Zudem hätten sich die Wiener wieder einmal nicht auf die Reise in den Westen gemacht.

Wieder infiziert

Erfolgreich verliefen die am Wochenende zuvor in Gunskirchen (OÖ) abgehaltenen Österreichischen Meisterschaften für Vorarlberg: vom erfolgreichsten Bundesland qualifizierte sich ein Quartett für die EM in Maastricht (NED), die vom 14. bis 17. Mai über die Bühne gehen wird. Neben Manasek sind dies Manuel Comper (Bild links) und Ruth Hernach, die mit Manasek auch den Paarbewerb bestreitet. Christian Manasek (rechts) wird auch beim nächsten Groß­ereignis, der Masters-EM in Kiew, an den Start gehen. Bei der WM der über 40-Jährigen in Pilsen erkämpfte sich der Familienvater vor einem Jahr den neunten Rang, „in Kiew will ich unbedingt unter die besten Sechs.

Denn in der Zeit vor meiner Wettkampfpause ist mir ein Pokal bei einer WM oder EM verwehrt geblieben“. Dass er sich selbst wieder quälen wollte, „verdankt“ der bald 42-Jährige seinen Schützlingen Manuel Comper und dem EM-Dritten Daniel Stadelmann, mit denen er zusammen im Fitnessclub König in Wolfurt trainiert. „Da wurde ich wieder infiziert. Aber ganz aufgehört habe ich ja nie.“

Gunskirchen: Österreichische Meisterschaft

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