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Man lernt niemals aus

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Dieses Sprichwort hat seine Gültigkeit in der heutigen Arbeitswelt längst verloren.
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Denn auch Hans lernt sehr wohl noch. Direkt an seinem Arbeitsplatz ebenso wie begleitend bei externen Anbietern. Weiterbildung lautet das Zauberwort. Und diese kann sich wirklich lohnen – nicht nur in puncto Karriereleiter und Chancen, sondern auch für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und mit Blick auf den demografischen Wandel ist es unerlässlich, am Ball zu bleiben. Lebenslanges Lernen ist dabei mehr als nur ein Schlagwort. Denn lebensbegleitendes Lernen stellt heutzutage eine notwendige Grundvoraussetzung dar, um mit der rasanten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung Schritt halten zu können. Wer irgendwann nicht einfach ersetzt werden möchte, muss sicherstellen, dass er nicht ersetzbar ist. Denn die Arbeitswelt befindet sich heute in einem permanenten Wandel.

Beruflich und persönlich

Während sich bestehende Berufe verändern, entstehen zeitgleich neue Berufsbilder und Branchen. Diese Veränderungen führen dazu, dass auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gefordert sind. So kann Weiterbildung nicht nur eine größere Arbeitsplatzsicherheit bedeuten, sie kann letztendlich auch Freude bringen am Bewältigen neuer Herausforderungen und an der persönlichen Weiterentwicklung. Und das eröffnet nicht nur weitere Möglichkeiten innerhalb des Unternehmens, es steigert auch den eigenen Wert auf dem Arbeitsmarkt. Der Bereich der Weiterbildung bietet also die Möglichkeit, den sich stellenden Herausforderungen gezielt begegnen zu können.

Ein Blick auf die Trends

Vor allem der digitale Wandel wirkt sich stark auf das tägliche Arbeiten aus. Die Vernetzung von Anlagen und Anwendungen nimmt zu, die Produktionsprozesse verändern sich und Teams arbeiten vermehrt virtuell miteinander. Damit Arbeitnehmende fit für die digitalisierte Arbeitswelt sind, benötigen sie vielseitige Fähigkeiten in diesem Bereich. Diese zunehmende Komplexität und das immer schneller zu aktualisierende Wissen führen auch zu einer immer höheren Anforderung an die Weiterbildung. So geben 87 Prozent der für die Kantar TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2018“ 300 befragten Personaler an, dass durch die Digitalisierung der Weiterbildungsbedarf stark bis äußerst stark steigt. Neben aktuellem (digitalen) Wissen müssen aber auch Soft Skills vermittelt werden. Denn wer in seine Persönlichkeit investiert, punktet auch auf dem Arbeitsmarkt. Die Fähigkeit zur selbstorganisierten Problemlösungssuche wie auch Teamfähigkeit und kommunikative Fähigkeiten werden weiterhin ganz oben auf der Anforderungsliste stehen. Ebenso die offene Haltung gegenüber lebenslangem Lernen. Sozialkompetenz, Konfliktlösungsfähigkeit, Projekt- als auch Selbstmanagementkompetenz zählen auch zukünftig in einer digitalisierten Arbeitswelt. Damit Unternehmen auf Dauer im globalen Wettbewerb bestehen können, wird die Fähigkeit „Innovationskompetenz“ bei den Mitarbeitern immer gefragter. Zentrale Punkte der Aus- und Weiterbildung werden zudem weiterhin das EDV-Know-how und dessen Aktualisierung sein. Moderne Bildung benötigt neben den Grundkompetenzen Rechnen, Schreiben und Lesen die Fähigkeit zum abstrakten Denken, um die automatisierten Vorgänge verstehen zu können. Virtuelle Kompetenz wird ebenfalls eine der Schlüsselqualifikationen werden. Weitere wichtige Zukunftsthemen: Datenschutz und Medienrecht.

Gut überlegt

Vom eintägigen Workshop bis hin zum mehrjährigen Studium, vom Training on the job bis zum Lehrgang bei Bildungsträgern – die Vielfalt an Weiterbildungsmaßnahmen ist enorm. Es geht darum, die passende zu finden. Daher ist es wichtig, sich vorab einige wichtige Fragen zu stellen, wie zum Beispiel nach dem Ziel der Weiterbildung. Welche Lernart passt zu Ihnen? Wie viel Zeit und Energie können Sie investieren und welche Weiterbildung passt zum Arbeitsmarkt? Danach folgt die Frage nach dem Abschluss: Reicht es, ein spezielles Thema in einem Kurs zu vertiefen? Oder benötigt man einen höheren akademischen Abschluss, beispielsweise, um für Führungspositionen ins Spiel zu kommen?

In einem zweiten Schritt geht es schließlich darum, die verschiedenen Angebote und Anbieter zu prüfen. Hier bietet es sich an, eine Liste zu erstellen, denn es ist nicht immer einfach, unter einer Vielzahl von Seminaren, Kursen und Institutionen das Richtige auszuwählen. Oftmals unterschätzt wird auch das Thema „eigene Ressourcen und Kräfte“. Während zum Weiterbildungsstart Motivation und Tatendrang vorherrschen, lassen diese bei den meisten mitten in der Weiterbildung nach. Deshalb sollte man in der Überlegungsphase ehrlich zu sich selbst sein und realistisch abschätzen, wie viel Zeit pro Woche in die Weiterbildung investiert werden kann.

Im Interesse der Gesellschaft

Die Wirtschaft hat ein großes Interesse an gut ausgebildeten Fachkräften. Dementsprechend investieren Unternehmen in die Personalentwicklung. Dabei geht es vor allem auch darum, das vorhandene Potenzial der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu fördern. Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist es wichtig, im Rahmen ihres Berufes neues Wissen und neue Fähigkeiten zu erlangen. Viele Unternehmen beteiligen sich daher an den Weiterbildungskosten oder übernehmen diese ganz, wenn die Weiterbildung im überwiegenden Interesse des Unternehmens erfolgt. Das Weiterbildungsangebot wird von vielen Mitarbeitenden geschätzt und kann maßgeblich zur Mitarbeiterzufriedenheit beitragen. Doch Bildung zahlt sich nicht nur für die Wirtschaft aus. Letztendlich ist es auch im Interesse der Gesellschaft, ein breites Aus- und Weiterbildungsangebot zur Verfügung zu stellen sowie zu gewährleisten, dass möglichst viele Menschen Zugang dazu haben.

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