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Mafia-Morde - "Wir waren bereits nahe dran an den Burschen"

Gut zwei Wochen nach dem sechsfachen Mafia-Mord von Duisburg verfolgt die Polizei bei der Suche nach den Tätern endlich eine konkrete Spur. „Wir waren bereits recht nahe dran an den Burschen“, sagte Polizeisprecher Uwe Weidemann am Donnerstag der AP.

Bei Durchsuchungen am vergangenen Freitag stieß die Polizei den eigenen Angaben zufolge auf mehrere Wohnungen die offensichtlich fluchtartig verlassen worden waren. Genauere Einzelheiten zu den Ermittlungen wollte die Polizei allerdings nicht nennen.

„Teilweise befanden sich halb gefüllte Gläser und Flaschen noch auf den Tischen“, berichtete die Polizei. Außerdem fanden die Polizisten in den Räumen zurückgelassenes Bargeld. Die Ermittlungen der deutschen Mordkommission hätten auch dazu beigetragen, dass die italienischen Kollegen am Donnerstag in einer Großaktion in Kalabrien gegen die Mafia vorgegangen seien und 32 Verdächtige festgenommen hätten, meinte der Sprecher.

Ein klareres Bild haben die Ermittler inzwischen auch von den Ereignissen der Tatnacht. So hatten die Mordopfer kurz vor der Tat im Restaurant „Da Bruno“ nicht etwa den 18. Geburtstag von Tommaso V. gefeiert, wie die Fahnder zunächst glaubten. Vielmehr habe es sich offenbar um ein Aufnahmeritual gehandelt, mit dem der junge Mann in die ’Ndrangheta aufgenommen worden sei. Bei einem der Opfer sei ein entsprechendes Beweisstück in Form eines angebrannten Heiligenbildes gefunden worden.

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