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Machtwort von Wallner: Deutschklassen kommen ab Herbst

Die Bundesregierung will ab dem kommenden Schuljahr Deutschklassen haben. Die neue Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink ist nicht begeistert. Nun hat Landeshauptmann Markus Wallner ein Machtwort gesprochen. Ein Bericht von "Vorarlberg heute".

Was spricht aus pädagogischer Sicht für oder gegen Deutschklassen? Gerhard Unterkofler, Lehrervertreter, beantwortet diese Frage in “Vorarlberg heute”.

Rund 40.000 außerordentliche Schüler

Im Schuljahr 2016/17 sprachen rund 40.000 Schüler in Österreich nicht ausreichend Deutsch, um dem Unterricht ausreichend folgen zu können. Diese Gruppe ist der Hauptadressat der neuen Deutschförderklassen. Die Kinder gelten wegen ihrer mangelnden Deutschkenntnisse als außerordentliche Schüler.

Die meisten außerordentlichen Schüler waren 2016/17 an Volksschulen (30.500) und Neuen Mittelschulen (7.500) zu finden, weniger an den AHS (1.500), hieß es zuletzt im September in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung. Nach Bundesländern betrachtet besuchen rund 40 Prozent aller außerordentlichen Schüler in Wien in die Schule (16.500), gefolgt von Oberösterreich (7.000), Niederösterreich (5.000), der Steiermark (3.000), Salzburg (2.600), Vorarlberg (2.300), Tirol und Kärnten (je 1.800) sowie dem Burgenland (400). Am höchsten ist der Anteil der “Außerordentlichen” an den Wiener Volksschulen mit knapp 20 Prozent (12.300 von ca. 68.000 Schülern).

Im Bildungsministerium rechnet man ab dem kommenden Schuljahr nur mehr mit 30.000 außerordentlichen Schülern. Das hat seinen Grund darin, dass die letzten großen Flüchtlingswelle bereits länger her sind – im Regelfall sprechen diese Kinder also schon ausreichend Deutsch. Nach höchstens zwei Jahren verlieren sie außerdem ohnehin ihren außerordentlichen Status.

Derzeit werden außerordentliche Schüler in Sprachstartgruppen bzw. -förderkursen gefördert. In der Regel erfolgt dies, indem die Kinder und Jugendlichen statt des Unterrichts in anderen Pflichtgegenständen Deutsch-Stunden haben. In den Sprachstartgruppen wird schon jetzt vor dem Eintritt in den Regelunterricht im Ausmaß von maximal elf Wochenstunden anstelle der Pflichtgegenstände Deutsch unterrichtet.

Stattdessen oder darauf aufbauend gibt es außerdem “Sprachförderkurse”, die ebenfalls im Ausmaß von elf Wochenstunden, aber integrativ im Unterricht von Pflichtgegenständen angeboten werden. Über die Einrichtung dieser Gruppen bzw. Kurse entscheidet die jeweilige Behörde.

Islam: Konflikte an nur wenigen Schulen

In einer vom ORF angeregten Umfrage an Vorarlbergs Schulen kam zutage, dass es nur in wenigen Schulen religiös oder kulturell motivierte Konflikte gibt.

In “Vorarlberg heute” wird Lehrervertreter Gerhard Unterkofler gefragt, ob ein Direktor spontan mit einem Unterstützungspersonal rechnen kann

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