Lustenauer Sozialabteilung unter neuer Leitung

Seit 1. Oktober leitet Markus Rusch (49) die Lustenauer Sozialabteilung.
Seit 1. Oktober leitet Markus Rusch (49) die Lustenauer Sozialabteilung. ©FHO
Lustenau. Die „VN“-Heimat erkundigte sich bei Markus Rusch über seinen Aufgabenbereich, das Lustenauer Sozialnetz, seine Arbeitsschwerpunkte, Pläne und Ziele.

„VN“-Heimat: Sie sind ab 1. Oktober Leiter des Lustenauer Sozialamtes. Wie haben Sie sich auf den komplexen Aufgabenbereich vorbereitet?

Rusch: Ich arbeite schon seit Anfang Juli in der Sozialabteilung und konnte mich in der Zwischenzeit gut in die Materie einarbeiten. Von meinem erfahrenen Vorgänger Willi Oberfrank wurde ich sehr gut eingeführt.

„VN“-Heimat: Wie werden Sie die Aufgaben angehen?

Rusch: Gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen und den Mitarbeitern werde ich die bisherige vielfältige Arbeit im kommunalen Sozialbereich fortführen und auch neue Angebote entwickeln. Ich lege großen Wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

„VN“-Heimat: Wo liegen derzeit Ihre Arbeitsschwerpunkte?

Rusch: Derzeit stehen Information und Beratung der Bürger über soziale Angebote der Gemeinde – besonders über die Möglichkeiten der Pflege und Betreuung – im Mittelpunkt meiner Arbeit.

„VN“-Heimat: Wie ist Lustenau im Sozialbereich aufgestellt?

Rusch: Wir haben in Lustenau ein sehr gut ausgebautes Sozialnetz. Kommunale Einrichtungen ergänzen sich dabei gut mit den mehr als dreißig sozial tätigen Vereinen. Mit dem Bau des „Gesundheits- und Betreuungszentrums Schützengarten“, das bis Ende 2010 fertiggestellt wird, erhalten wir ein in Vorarlberg einzigartiges Sozialzentrum, in dem zukunftsweisende Konzepte umgesetzt werden.

„VN“-Heimat: Wo gibt es im örtlichen Sozialbereich Schwachpunkte und Schwierigkeiten?

Rusch: Bei der Wohnungssituation gibt es noch Verbesserungspotenzial. Wir haben derzeit bei den gemeinnützigen Wohnungen eine relativ lange Warteliste. Durch neue Wohnprojekte, die bereits in Planung sind, sollen diese Schwachpunkte beseitigt werden.

„VN“-Heimat: Wo orten Sie Handlungsbedarf? Gibt es in den Seniorenheimen genügend Kapazität?

Rusch: Wir haben im stationären und im ambulanten Pflegebereich ein gutes Angebot. Doch sollten wir uns aufgrund der Bevölkerungsentwicklung Gedanken über neue Wohnformen im Alter machen. Ich denke da zum Beispiel an Betreutes Wohnen oder an „Generationenwohnprojekte“. Bei der Aufnahme in den Seniorenhäusern ist derzeit mit einer relativ kurzen Wartezeit zu rechnen. Mit der Fertigstellung des Projektes Schützengarten erhalten wir im Pflegebereich weitere Betten.

„VN“-Heimat: Was haben Sie für Pläne und Visionen?

Rusch: Neben einer noch besseren Vernetzung der stationären und ambulanten Dienste ist mir die Gesundheitsförderung sehr wichtig. Es sind dringend vorbeugende Maßnahmen notwendig, um die Gesundheit zu erhalten und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Ich erachte es als wichtiges Ziel der kommunalen Seniorenpolitik, die Eigenverantwortung und die Selbstbestimmung der älteren Menschen zu fördern. Wir müssen auch alles unternehmen, das mitmenschliche Engagement – das sogenannte Ehrenamt – in allen sozialen Bereichen zu intensivieren.

Rathausstr. 1, 6890 Lustenau, Austria

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