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VN-Heimat-Interview: mit Dirigent Christoph Gmeiner

Mit dem MV Concordia Lustenau auf Erfolgskurs: Dirigent Christoph Gmeiner.
Mit dem MV Concordia Lustenau auf Erfolgskurs: Dirigent Christoph Gmeiner. ©Gerhard Hofer
Traditionelles bewahren - Neues wagen Dirigent Christoph Gmeiner setzt beim MV Concordia neue musikalische Akzente.

Lustenau. Christoph Gmeiner hat mit dem MV Concordia erfolgreiche Auftritte hinter sich und eine spannende Zeit vor sich. Sein dynamisches, eloquentes Auftreten findet beim Publikum und den Musikern Gefallen. Viel Psychologie ist gefragt in der Arbeit mit einem rund 65-köpfigen Ensemble, das nur dann zu einem harmonischen Klangkörper werden kann, wenn neben der verbalen auch die nonverbale Kommunikation funktioniert. Er weiß, daß man als Dirigent nicht festgefahren sein darf, und daß jeder einzelne Musiker sich am stärksten einbringt, wenn man sensibel und wach für ihn bleibt, wie er im VN-Heimat-Interview bekräftigt.

Sie haben beim Konzert ein mutiges, modernes Programm präsentiert. Ist Ihr Konzept, eine gesunde Mischung aus bewährtem und unbekanntem Repertoire anzubieten aufgegangen?

Christoph Gmeiner: Der Erfolg liegt wahrscheinlich darin, daß für jeden ein Musikstück dabei war mit dem er/sie sich identifizieren konnte. Ich bin der Meinung, daß es nicht zielführend ist, einem derart breiten Publikum wie wir es auf einem örtlichen Blasmusikkonzert vorfinden, ein zu sehr einschlägig ausgerichtetes Programm darzubieten.

Das Publikum war aufgeschlossen und hingerissen. Was war Ihr Eindruck?

Christoph Gmeiner: Wie man aus den Reaktionen des Publikums schließen kann, ist der Konzertabend bei unserem Publikum sehr gut angekommen. War der erste Teil für den einen oder anderen Zuhörer noch eher schwierig anzuhören, so konnten sie  sich bei den weltbekannten Melodien des zweiten Teils zurücklehnen und genießen.

Und das Orchester selbst? Erfüllt es Ihre heimlichen Hoffnungen?

Christoph Gmeiner: Ich denke der Applaus hat meinen Musikanten und mir gezeigt, daß wir gemeinsam eine tolle Leistung dargeboten haben. Die Musikanten haben fleißig und manchmal auch hart an den teils sehr schwierigen Passagen gearbeitet, doch ich weiß, es hat sich gelohnt. Diese intensiven Probenphasen bringen uns gemeinsam doch ein großes Stück vorwärts. Meiner Meinung nach darf man sich nie auf seinen Lorbeeren ausruhen, doch die Musikanten dürfen Stolz auf ihre erbrachte Leistung sein.

Vor dem Konzert haben Sie einige Neuerungen eingeführt. So gab es u.a. Workshops für Bläser. Verbinden Sie damit besondere musikalische Schwerpunkte?

Christoph Gmeiner: Ich möchte vermehrt auch die Weiterbildung auf den einzelnen Instrumenten in den Vordergrund stellen. Um gemeinsam gute Musik zu machen, müssen die Grundlagen des Musizierens auf einem Instrument bestmöglich sitzen. Hier suchen wir gezielt die Zusammenarbeit mit der Musikschule, die eine sehr wichtige Rolle in der Ausbildung unserer Musikanten einnimmt. Jedoch muß man stets bedenken, daß alle unsere Musikanten ihr Instrument in ihrer Freizeit erlernen bzw. erlernt haben. Früher konnten wir als Verein noch auf keine professionelle Ausbildungsstätte zurückgreifen, jedoch möchte ich auch jenen Musikanten die Möglichkeit geben, ein entsprechendes Weiterbildungsprogramm zu genießen.

Als ein Highlight sahen viele Besucher die Ouvertüre zu den “Meistersingern von Nürnberg”. Welche Überlegung stand hinter dieser Titelwahl?

Christoph Gmeiner: Das Motto und die Tatsache, daß Richard Wagner in diesem Jahr seinen 200sten Geburtstag feiern würde, brachte mich zu dem Entschluß, dieses sehr schwierige Werk mit meinen Musikanten einzustudieren.

Wie war Ihre Annäherung an das Stück? Bedurfte es langwieriger Probenarbeit?

Christoph Gmeiner: Es war für mich und alle Musikanten eine sehr große Herausforderung sich mit dieser Art von Musik auseinanderzusetzen und entsprechend darzubieten. Musik der Klassik sowie der Romantik dem Genre entsprechend darzubieten ist für ein Blasorchester sehr schwierig. Jedoch bin ich der Überzeugung, daß wir uns auch dieser Aufgaben von Zeit zu Zeit stellen müßen um unseren Sinn für alle Musikrichtungen zu schärfen.

Es gab etliche Zugaben und Nachklänge. Weshalb ist Ihnen das wichtig?

Christoph Gmeiner: Es ist schön, wenn man am Schluß eines anspruchsvollen Konzerts vom Publikum zu Verstehen bekommt, daß das Dargebotene Gefallen gefunden oder gar überzeugt hat. Das gibt dann auch die entsprechende Motivation noch ein oder zwei Stücke anzuhängen.

Wie sehen Ihre Pläne mit dem MV Concordia für die Zukunft aus?

Christoph Gmeiner: Wir werden weiter an unserer Musik, an unserem Klangbild arbeiten. Wer ruht macht einen Schritt rückwärts, und das soll unserem Verein nicht passieren. Auch in der Jugendarbeit bzw. Ausbildung werden wir in gewohnter Weise hart weiterarbeiten, denn hier schlummert unser Potential für die Zukunft. Soweit ich kann, werde ich meine Musikanten auf diesem gemeinsamen Weg unterstützen, denn Musik lebt auch von einer funktionierenden Gemeinschaft – in Eintracht (lat. Concordia)

Vielen Dank für das Gespräch.       

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