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Neuausrichtung Heidensand

Blick vom Seelachen-Damm zum Lustenauer Gutshof Heidensand in Richtung der Schweizer Gemeinde Schmitter.
Blick vom Seelachen-Damm zum Lustenauer Gutshof Heidensand in Richtung der Schweizer Gemeinde Schmitter. ©Ferdinand Ortner
Überlegungen zu Nutzung des gemeinde eigenen Hofes im Sinne der Bürger.

Lustenau. In der Budgetsitzung der Gemeindevertretung vor Weihnachten kam unter dem Tagesordnungspunkt „Fruchtbare Äcker – sinnvolle Nutzung im Sinne unserer Bürger“ auch die schon seit einiger Zeit angedachte Neuausrichtung des gemeindeeigenen Gutshofes „Heidensand“ zur Sprache.

Gemeinderätin Christine Vetter (Grüne) erklärte: „Es ist die Zeit gekommen, das ‚Heidensand‘ zu einem ‚Gutshof für die Bevölkerung’ neu zu gestalten und damit Investitionen in die Zukunft zu machen.“ Eine rege Debatte ergab, dass dies von allen Parteien gewünscht wird und dass man bereits an einem Konzept arbeitet. Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP) und Christine Vetter, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt, traten für ein gemeinsames Vorgehen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Rathausparteien ein. Doch die FPÖ preschte mit dem Antrag vor, dem Lustenauer Obst- und Gartenbauverein im Heidensand eine ausreichende Fläche für Vereinstätigkeiten, vor allem für einen Schaugarten zur Verfügung zu stellen.

Neuausrichtung des Hofes

Weil sich die Gemeinde schon einige Zeit mit der Problematik der Fremdverpachtungen des Gutshofes beschäftigt und im heurigen Budget 100.000 Euro für die Neuausrichtung vorgesehen sind, kritisierten Fischer und Vetter die Vorgangsweise der FPÖ als parteitaktisches Manöver. Der Antrag – auf dem Gemeinderat Martin Fitz (FPÖ) bestand – fand keine Mehrheit. Der Bürgermeister versicherte, dass die Gemeindeverantwortlichen dem Wunsch des traditionsreichen Obst- und Gartenbauvereines nach einer Heimstätte im „Heidensand“ und genügend Grund im Zuge der Neuausrichtung des Gutshofes sehr positiv gegenüber stehen.

Der Gutshof „Heidensand“ – zwischen dem „Alten Rhein“ in der Nähe der Schweizer Gemeinde Schmitter und dem Seelachen-Rheindamm gelegen – umfasst eine Fläche von ungefähr 30 Hektar überwiegend sehr fruchtbaren Bodens. Auf der großen Ackerfläche östlich des Gutshofes wird seit einigen Jahren vom Vetter-Hof Gemüse für mehr als tausend Haushalte und Betriebe in der Region angebaut. Die Obstanlage bewirtschaftet Werner Alge.

Geschichtlicher Rückblick

Der Gutshof entstand in den 1920er-Jahren, als das sogenannte „Versorgungsheim“ an der Schützengartenstraße gebaut wurde. Die Gemeinde ließ damals große Flächen Auwald am Alten Rhein roden und urbar machen. Der neue Gutshof Heidensand versorgte die Heim-Bewohner mit Lebensmitteln, bot den Lustenauern Arbeitsplätze und sollte in der Art der Bewirtschaftung Vorbild für andere Höfe sein.

Mitte der 1960er-Jahre wurde die Landwirtschaft des Guthofes im Zeichen immer billiger werdender Lebensmittel und zunehmender Mechanisierung fremdverpachtet. Die Gebäude und Grundflächen wurden in den folgenden Jahren genützt als Standort für einen Schweine-Mastbetrieb, als Lager- und Umschlagplatz für Christbäume, als Heulager und Reitanlage sowie als Anbaufläche für Futter-Mais etc. Die Neu-Verpachtungen waren jedes Mal unangenehme Herausforderungen. Es ist verständlich, dass auch heute noch die großen zusammenhängenden Grün- und Ackerflächen mit ihren hervorragenden Bodeneigenschaften Objekte der Begierde der Landwirte sind.

Nun ist im Herbst 2014 auch der Vertrag für die Reitanlage und die dazu gehörenden Koppeln ausgelaufen. Für die anderen Flächen bestehen noch aufrechte Pachtverträge. Neu zu verpachten sind etwa sieben Hektar. Ein Konzept für die Neuausrichtung dürfte im Frühjahr vorliegen.

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