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Mein Ziel ist, musikalische Botschaften freisetzen

Karl Heinz Schlachter dirigiert erfolgreich den MV Concordia Lustenau
Karl Heinz Schlachter dirigiert erfolgreich den MV Concordia Lustenau ©Gerhard Hofer
Der Dirigent des MV Concordia setzt auf Tradition und Moderne in der Musik. VN-Heimat-Interview: mit Dirigent Karl-Heinz Schlachter (56)
Dirigent Karl Heinz Schlachter MV Concordia

Lustenau. (bet) Der Dirigent des MV Concordia Lustenau erweist sich als ein besonnener, eleganter Herr. Seine Stimme geht ruhig und klar durch die Sätze – so durchdacht wie humorvoll. Das mag auf den ersten Blick nicht so recht zu dem Bild passen, das man sich aus der Ferne oder durch die Ohren von einem Saxophonisten einem „Virtuosen“ macht. Das tut es auch auf den zweiten Blick nicht: Der Eindruck eines besonnenen, ernsten Musikers ist der richtige. Karl-Heinz Schlachter wurde erst kürzlich zum Dirigenten des erfolgreichen Musikverein Concordia Lustenau berufen. Sein Frühjahreskonzert endete mit Standing Ovationen – eine Anerkennung, die wohl gleichermaßen seiner technischen und musikalischen Brillanz als auch seinem Engagement für entlegenes, wenig bekanntes Repertoire gilt. Der VN-Heimat schildert er im Interview wie es dazu kam und welche Ziele er mit dem MV Concordia vor Augen hat.

Wie war das, als man kurzfristig an Sie herantrat, die musikalische Leitung des MV Concordia zu übernehmen?

Karl-Heinz Schlachter: Es war eine Überraschung, als man an mich herantrat und mir die musikalische Leitung des Musikvereins Concordia übertrug. Da ich schon die Überlegung hatte, wie denn die Übergabe der Jugendmusik von statten gehen sollte – der ich seit zehn Jahren als Kapellmeister vorstand, um mich zurückzuziehen und als einfacher Musiker im Orchester mitzuspielen – traf mich diese Anfrage unvorbereitet.

Sie mussten rasch ein Programm zusammenstellen. Wie haben Sie sich auf das Konzert vorbereitet?

Karl-Heinz Schlachter: Wie bei jedem anderen Konzert studiere ich die Partitur und probe intensiv mit dem Orchester, denn an erster Stelle steht die Qualität. Bei diesem Konzert stand der zweite Teil schon fest, ehe ich mich auf den ersten Teil konzentrierte. Der musikalische Schwerpunkt dieses Konzertes lag im Bereich der Unterhaltungsmusik.

Das Konzertprogramm umfasste Werke von Julius Fucik, Leonard Bernstein, Andrew Lloyd Webber und Irving Berlin, mit den Solisten Christina Kurz und Andreas Gmeiner. Welche Kriterien haben Ihre Werk- und Solistenwahl beeinflusst?

Karl-Heinz Schlachter: Julius Fucík (1872-1916) komponierte mehr als 300 Werke, von denen heute leider nur noch ein verhältnismäßig kleiner Teil gespielt wird. Eine Auswahl einzelner Werke des berühmten Meisterkomponisten fand deshalb meine Beachtung. Da Musicalmelodien immer wieder das Publikum begeistern, lag es naheliegend dieses Genre teils in Potpourriform darzubieten. Bei der Auswahl der Solisten Christina Kurz an der Harfe und Andreas Gmeiner auf der Tuba standen ihr Engagement und ihre Präzision im Vordergrund.

Die Broadwaymusical-Melodien waren ein außerordentliches Klangerlebnis. Wie haben Sie das Orchester dazu gekriegt, diesen Sound so perfekt zu spielen?

Karl-Heinz Schlachter: Durch proben, proben und nochmals proben.

Wohin hat sich für Sie die zeitgenössische Blasmusik entwickelt?

Karl-Heinz Schlachter: Sie hat sich zum sinfonischen Stil hin entfaltet. Besondere Aufgabe der Blasmusik sollte es sein, eine entsprechende Vielfalt an Musikstilrichtungen zu pflegen ohne die Tradition aus den Augen zu verlieren.

Worauf kommt es aus Ihrer Sicht bei den Konzertauftritten besonders an?

Karl-Heinz Schlachter: Der Funken muss auf das Publikum überspringen.

Sie sind als Saxophonist und Dirigent gleichermaßen geschätzt. Sehen Sie sich persönlich mehr als Saxophonist oder eher als Dirigent?

Karl-Heinz Schlachter: Im Moment als Dirigent. Wobei ich als Saxophonist unbedingt mehr proben sollte.

Pflegen Sie als Dirigent ein spezielles Repertoire oder haben Sie einen Komponisten, dessen Musik Ihnen besonders am Herzen liegt?

Karl-Heinz Schlachter: Da gibt es etliche Komponisten, die ich favorisiere: z. B. Andrew Lloyd Webber, John Williams oder Ennio Morricone. Spezielles Repertoire habe ich keines.

Als Sie noch Orchestermusiker waren, was war damals Ihr Lieblingsstück? Und heute? Welches Stück favorisieren Sie als Dirigent?

Karl-Heinz Schlachter: Da gibt es kein einzelnes Stück. Als Saxophonist habe ich natürlich eine Vorliebe für Glenn Miller.

Was sind Ihre Pläne mit dem MV Concordia für die Zukunft?

Karl-Heinz Schlachter: Schwierige Frage zu beantworten. Wir haben in der letzten Jahreshauptversammlung beschlossen, dass ich auch etwas mit Gesang (Chor war ja beim Konzert zu hören) aufbauen werde. Den derzeitigen erfolgreichen Weg fortsetzen und die Vorbereitungen auf die nächsten Konzerte angehen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Zur Person:

Wohnort: Lustenau

Beruf: Angestellter

Hobby: Modelleisenbahnbau

Gern gehörte Musik: Glenn Miller

Was sollen wir unseren Kindern mitgeben: Das Miteinander, egal wo.

 

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