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Lebensräume statt Raumprogramme

Am Bildungscampus Rotkreuz besteht Sanierungs- und Raumbedarf.
Am Bildungscampus Rotkreuz besteht Sanierungs- und Raumbedarf. ©Laurence Feider/Marktgemeinde
Mit einer Großgruppenveranstaltung fand der Auftakt zum Planungsprozess am Bildungscampus Rotkreuz statt. Lustenau.
Bildungscampus Rotkreuz

Völlig neue Wege geht man in Lustenau bei der Zukunftsplanung der pädagogischen Einrichtungen am sogenannten Bildungscampus Rotkreuz mit Kindergarten, Sonderpädagogischem Zentrum und Volksschule. Dass an diesem Standort mehr Schulraum benötigt wird und insbesondere bei der Volksschule Rotkreuz Sanierungsbedarf besteht, steht außer Frage. Nicht nur, dass die Schule aus allen Nähten platzt, das 1963 errichtete und 1985 um einen Zubau erweiterte Schulgebäude entspricht auch in keinster Weise den heutigen und den kommenden pädagogischen Anforderungen.

Sanierung oder Neubau

Mehrere Varianten wären möglich. Soll der Altbestand erhalten bleiben? Immerhin wurde die Volksschule vor dem Erweiterungsbau mit einem Architekturpreis ausgezeichnet. Dagegen spricht, dass das derzeitige Raumkonzept keine moderne Pädagogik zulässt. Oder ist alles eine Kostenfrage? „Hier entsteht ein Generationenprojekt”, so Vizebürgermeister und Hochbaureferent Walter Natter. „Es ist genau zu prüfen, ob ein Neubau oder eine Sanierung mit räumlicher Erweiterung die richtige Lösung an diesem Standort ist. Außer Zweifel steht, dass in den kommenden Jahren eine bauliche Maßnahme in Angriff genommen werden muss”, unterstreicht Natter.

Pädagogik der Zukunft

Gesellschaftliche Entwicklungen und moderne pädagogische Prinzipien wie individuelle Förderung, Arbeiten im unterschiedlichen Gruppengrößen, selbstorganisiertes und offenes Lernen sowie Projektunterricht fordern neue Konzepte im Bildungsbau. Beim Bildungscampus Rotkreuz möchte man Schul- und Baukultur durch Einbinden aller Beteiligten von Anfang an in Einklang bringen und die Chance auf die Umsetzung einer zukunftsweisenden Lernlandschaft nutzen. „Ein Kindergarten und eine Schule mit der Möglichkeit zur Ganztagesbetreuung stellt heute keiner mehr in Frage”, betont Bildungsgemeinderat Ernst Hagen. „Wir wollen mittelfristig die Vereinbarkeit von Beruf und Familie an allen Lustenauer Bildungsstandorten ermöglichen.”

Zusammenarbeit aller Beteiligten

Vor kurzem fand in Form einer Großgruppenveranstaltung der Auftakt zum Planungsprozess am Bildungscampus Rotkreuz statt. Unter der Begleitung der Architekten Ursula Spannberger und Franz Ryznar trafen sich Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern, Nachbarn und Vertreter von Politik und Verwaltung, um den Weg in die Zukunft des Kindergartens, des Sonderpädagogischen Zentrums (SPZ) und der sanierungsbedürftigen Volksschule Rotkreuz zu beginnen. In einem ersten Schritt wird gemeinsam erarbeitet, welche räumlichen Voraussetzungen es braucht, um die Arbeit mit Kindern positiv unterstützen. Unter Mitwirkung aller Beteiligten – auch Kinder werden in Workshops mitarbeiten – wird zunächst ein Raum- und Nutzungskonzept entwickelt, das auf die täglichen Bedürfnisse in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern abgestimmt ist.

Qualitätenkatalog erstellen

„Es ist mehr als ein Bauprojekt, es ist eine Schul- und Organisationsentwicklung die schon jetzt die Arbeit am Standort Rotkreuz positiv beeinflusst, obwohl noch „kein Strich gezeichnet” ist – einfach, weil sich die Einrichtungen gemeinsam auf den Weg machen”, freut sich Michaela Wolf, Leiterin der Abteilung Bildung, Jugend und Zusammenleben der Marktgemeinde Lustenau. Neben der Steuerungsgruppe, den Beteiligungsgruppen (Erwachsene und Kinder) und der Arbeit in Kleingruppen zu spezifischen Fragestellungen, sind auch zwei Exkursionen zu guten Praxisbeispielen geplant. Ziel ist es, bis Sommer 2014 ein Raum- und Funktionsprogramm als Qualitätenkatalog zu erarbeiten, das die Grundlage bildet für die Entscheidung ob Neu- oder Umbau. Begleitet wird der Beteiligungsprozess von den Facharchitekten Ursula Spannberger aus Salzburg und Franz Ryznar aus Wien unter Anwendung der von ihnen entwickelten RAUM.WERTmethodik für Bildungsbauten.

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