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Ein gutes Gespür für musikalische Meisterwerke

Dirigent Christoph Gmeiner beschreitet mit dem MV Concordia einen erfolgreichen Weg
Dirigent Christoph Gmeiner beschreitet mit dem MV Concordia einen erfolgreichen Weg ©Gerhard Hofer
VN-Heimat-Interview: mit Christoph Gmeiner (35), Dirigent des MV Concordia Lustenau. Dirigent Christoph Gmeiner beschreitet mit dem MV Concordia den Erfolgsweg. Lustenau. (bet) Ein Hauch von Romantik umwehte das diesjährige Frühjahrskonzert des MV Concordia im Reichshofsaal.
Christoph Gmeiner, Dirigent des MV Concordia Lustenau

Strukturelle Klarheit und elegante Linienführung – so zeichnete Christoph Gmeiner jüngst ein faszinierendes Bild von meist weniger bekannten Werken einiger Komponisten, kunstvoll balancierend zwischen analytischer Schärfe und sensiblem Sinn für Zwischentöne. Im Gespräch mit der VN-Heimat gewährt Christoph Gmeiner Einblicke in sein künstlerisches Denken, in dem er seine Sicht auf verschiedene Kompositionen erläutert.      

 

Was ist es für ein Gefühl, eines der erfolgreichsten Blasorchester des Landes zu dirigieren?

Christoph Gmeiner: Es ist ein erhebendes, sehr schönes Gefühl das mich auch mit einem gewissen Stolz erfüllt. Eines der erfolgreichsten Blasorchester ist vielleicht nicht ganz die richtige Ausdrucksweise, ich würde es eher als ein sehr gut aufgestelltes Blasorchester bezeichnen, welches stets bemüht ist Musik zu machen, welche den Menschen Freude bereitet.

 

Welche Maßstäbe haben Sie beim Frühjahrskonzert – das interessante sinfonische Blasmusikstücke beinhaltete – angelegt?

Christoph Gmeiner: Die Messlatte für das Konzert sollte immer etwas über dem tatsächlichen Niveau des Orchesters liegen, damit die nötige Herausforderung für die Musikanten gegeben ist. So kann sich das Orchester auch weiterentwickeln.

 

Ein Glanzstück war Franco Cesarini`s „Mountain Majesty“. Jeder Dirigent hat eine eigene Vorstellung von der Interpretation. Welche Ansätze verfolgten Sie?

Christoph Gmeiner: Bei diesem Stück hatte ich das Bild eines traumhaften Sonnenaufgangs inmitten eines überwältigenden Bergpanoramas vor Augen, welches wir eben auch in unseren Alpen erleben können. Ich denke dieses Stück kann dieses wunderbare Bild sehr klar und deutlich vermitteln. Man muss nur die Augen schließen und etwas Fantasie walten lassen.

 

Muss man eigentlich gewisse Gemeinsamkeiten mit Komponisten haben oder erfühlen, um sie dirigieren zu können?

Christoph Gmeiner: Nein, das denke ich nicht, aber man muss sich vom Stück sehr wohl ein deutliches Bild machen können. Aus diesem Grund entstehen in der Musik ja auch die unterschiedlichsten Interpretationen der einzelnen Kompositionen.

 

Sie haben eine genaue Vorstellung wie ein Musikstück klingen soll. Wie gelingt es Ihnen die Musiker zu inspirieren?

Christoph Gmeiner:  Ich versuche ihnen mein Bild zu verdeutlichen, meine Gefühle hinüber zu bringen.

 

Welches Verhältnis haben Sie zu klassischen Werken, wie bspw. Giuseppe Verdi, Richard Wagner usw.?

Christoph Gmeiner: Mir gefallen klassische Werke außerordentlich gut. Vor allem die großartige Instrumentierung dieser Komponisten beeindruckt mich sehr.

 

In Ihrem Orchester konnten sich viele Jungmusiker etablieren. Finden Sie, dass sich die jungen Musiker anders vorbereiten?

Christoph Gmeiner: Alle Musikanten benötigen eine gewisse Vorbereitung auf ein solches Konzert. Die jungen Musiker müssen vielleicht noch etwas intensiver an der Sache arbeiten, da ihnen die Routine noch ein wenig fehlt. Unsere jungen Solisten haben aber sehr deutlich gezeigt, dass ein großes Potential in ihnen steckt.

 

Johannes Grabher, der Moderator des Konzertabends hat vieles aus der Erfolgsgeschichte des MV Concordia rezitiert. Gab es dabei Momente, die Sie gerne miterlebt hätten?

Christoph Gmeiner: Es gibt immer wieder mehr oder weniger schöne Momente in einem Vereinsleben. Diese miterleben zu dürfen ist immer ein tolles Gefühl. Bei einem Wertungsspiel mitzumachen, und dann bei der Verkündigung der Ergebnisse diese Spannung mit zu erleben ist ein sehr ergreifender Moment.

 

Was würden Sie als das Zentrum Ihres Repertoires bezeichnen?

Christoph Gmeiner: Es gibt viele schöne Stücke, welche ich mittlerweile mit meinen Musikanten einstudieren konnte, aber ich könnte jetzt keines von allen besonders hervorheben. Alle Stücke, welche ich ausgewählt habe, gefallen mir auch besonders gut. Bei dieser großen Vielfalt an Kompositionen und Arrangements wäre es vergeudete Zeit, wenn man Stücke einstudieren würde, welche einem nicht zu 100% zusagen.

 

Welche Ziele möchten Sie mit dem MV Concordia Lustenau erreichen?

Christoph Gmeiner: Musik zu machen, welche uns und den Zuhörern Freude macht, welche die Menschen berührt.

Die Freude am Musizieren soll für Jung und Alt im Vordergrund stehen.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Zur Person: Christoph Gmeiner        

Alter: 35 Jahre

Beruf: Konstrukteur

Hobby: Musik

Bevorzugter Komponist: Reed/Schwarz/de Meij

Musikalisches Vorbild: Viele

Kontakt zum Dirigenten Christoph Gmeiner: christoph.gmeiner@mvcl.at    

 

 

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