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Lustenau fördert Mehrsprachigkeit

In der Bibliothek Lustenau fand ein Pressedialog zu "mehr Sprache" statt.
In der Bibliothek Lustenau fand ein Pressedialog zu "mehr Sprache" statt. ©Laurence Feider
"mehr Sprache"

Das Programm “mehr Sprache” mit Fokus auf Elternbildung wird erfolgreich umgesetzt.

Lustenau. “Frühe Sprachförderung leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration. Jede Unterstützung der Eltern ist eine unbezahlbare Investition in die Zukunft. Sprachkompetenz ist die Basis für Bildung und Qualifikation”, so Landesrätin Greti Schmid bei einer Pressekonferenz zum Erfolg des Programms “mehr Sprache” das von der Projektstelle “okay.zusammen leben” im Auftrag des Landes Vorarlberg und in Kooperation mit Partnerinstitutionen und Gemeinden umgesetzt wurde. Lustenau ist eine Gemeinde mit sehr hohem Migrantenanteil und daher bestes Beispiel dafür wie Integration mit der Schaffung eines vielfältigen Elternbildungs-Angebots vorangetrieben wird. “Lustenau bietet ein vielfältiges und chancenreiches Bildungsangebot. Gezielte Vortragsreihen und Kurse aus dem Erziehungsbereich spielen eine wichtige Rolle und werden hervorragend angenommen”, meinte Bürgermeister Kurt Fischer. Hervorragend angenommen werden auch die Produkte aus dem Programm “mehr Sprache”, wie der mehrsprachige Elternratgeber “Sprich mit mir und hör mir zu” und die Materialienlade mit Elternhandbuch “Lies mir vor und spiel mit mir”. Sie schaut aus wie ein alter Holz-Handwerkkoffer und enthält einerseits mehrsprachige Bücher und CDs, andererseits Spiele. Auch in der Lustenauer Bibliothek gibt es eine große Nachfrage nach Material, Ratgebern und mehrsprachigen Medien.

Peter Ladstätter sieht die Bibliothek dabei als kommunalen Lern- und Begegnungsort und bietet im Rahmen des Pilotprojektes “Bibliotheken für alle – Interkulturell” zahlreiche Veranstaltungen zu den Sprachen Vorarlberger Migranten an. Auch die Elternworkshops “Sprich mit mir und hör mir zu” für Eltern von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache vor Kindergarteneintritt werden in der Bücherei abgehalten. Die qualifizierten Elternbegleiterinnen Cigdem Gökmen-Erden und Sevinc Kapakli gingen in einem Impulsreferat auf die Inhalte dieser zunehmend beliebteren Workshops ein. Weiters werden regelmäßig Elternabende der Kindergärten in der Bibliothek abgehalten. “In den Kindergärten wird wichtige Sprachförderung und Elternarbeit geleistet. Insgesamt sind zehn Sprachpädagoginnen in den Kindergärten tätig”, so Bildungsreferent Ernst Hagen.

Ein eher unkonventionelles Projekt zur Förderung von Integration und Sprachkompetenz ist das Projekt “eltern.chat – Elternbildung am Küchentisch”. Hier treffen sich Eltern bei sich zu Hause gemeinsam mit befreundeten Eltern und diskutieren über ein Erziehungsthema. “Wir begleiten sie ein Jahr lang und sind glücklich, dass wir so tolle Frauen wie Serap Toydemir haben die sich für ihr migrantisches Umfeld einsetzen”, erklärte Wilma Loitz vom Katholischen Bildungswerk. “Insgesamt ist durch die vielfältigen und vernetzten Angebote ein wichtiger Schritt nach vorne im Bereich der Sprachkompetenz spürbar”, meinte Renate Duregg von der Elternberatung connexia die gemeinsam mit “okay.zusammen leben” ein monatliches Angebot zu Themen der Gesundheitsvorsorge für türkische Mütter organisiert.

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