Lust auf die Smart City Dornbirn

Klaus Lingg, Leiter Digitales Management Stadt Dornbirn
Klaus Lingg, Leiter Digitales Management Stadt Dornbirn ©Edith Rhomberg
 Klaus Lingg bringt der Welt die Heimat näher und hat die digitale Zukunft im Blick.
Klaus Lingg

 

Dornbirn. „Make it!“ ist das Motto von Klaus Lingg – das trifft auch auf die neue Herausforderung zu. Dennoch muss der Leiter der Abteilung Digitales Management Stadt Dornbirn nicht rund um die Uhr online sein. Nachts ist das Handy im Ruhemodus. „So viel Zeit muss sein“, sagt er schmunzelnd, auch wenn Dornbirns Breitbandnetz und die Hotspot-Netzwerke niemals schlafen. Der VN-Heimat erzählt er vom Neubeginn, der gerade passiert. Zunächst verlässt er das Haus Dornbirn Tourismus und Stadtmarketing und bezieht sein Büro im Rathaus, wo er sich mit den Agenden der Smart City Dornbirn beschäftigen wird. Ein Mehr an Dienstleistungen durch die digitale Transformation ist eines der Ziele, das er vor Augen hat. „Es soll die Stadt für ihre Bürger und Besucher noch lebenswerter und attraktiver machen“, so sein Anspruch.

Klar, es braucht Mut, neue Dinge anzugehen. Und den hat Klaus Lingg. Ein Blick zurück führt uns ins Paris von 1988, das Mekka des Jazzfans, wo alles begann. Die Metropole an der Seine war Wunschdestination für den Karrierestart nach dem Tourismus-Kolleg. Eine Affinität zu Frankreich hatte sich von Kindesbeinen an im elterlichen Hotel Krone in Au entwickelt. „Da habe ich gelernt, offen zu sein und auf die Menschen zuzugehen“, beschreibt er das prägende Umfeld, wo er auch seine Kochkünste erworben hat. „Das erweist sich als sehr praktisch für unseren Männerhaushalt“, betont der Vater, der bei absolut jedem Spiel seines fußballbegeisterten Sohnes Max auf dem Platz ist. Zehn Basics von Riebel bis Filet Stroganoff sind auf dem Lingg’schen Speiseplan. Wenn der Gourmet erst von kulinarischen Feinheiten wie dem Kochen „Sous-Vide“ (unter Vakuum) erzählt, gerät er förmlich ins Schwärmen. Aber zurück zum Job bei der Österreich Werbung an der noblen Pariser Adresse Avenue de l’Opéra.

Paris-Lech-Dornbirn

Der junge Vorarlberger machte also den Franzosen Lust auf Österreich, Mozart und mehr. Als One-Man-Show unterwegs, fuhr er zuweilen bis Lyon und Marseille, fragte sich überall durch, baute den Messestand eigenhändig auf und erlebte so eine Premiere nach der anderen. „Das war ziemlich abenteuerlich, es formte aber auch die Persönlichkeit und das Verständnis für Tourismus“, sinniert Lingg. Was sich manch einer nicht vorstellen mag: es ging auch gut ohne Handy und Navi. Immerhin hielt im Frankreich jener Tage das Minitel als Vorgänger des Internets Einzug, als die Datenbanken noch ganz am Anfang standen.

„Wie in Honig gepackt kam ich mir vor nach dem lauten Leben in der Großstadt“, schildert der 52-Jährige sein Gefühl am nächsten Ziel, dem Arlberg. Und schließlich bewarb er sich als Leiter von Dornbirn Tourismus, wo er während der letzten 25 Jahre diverse Funktionen innehatte. Er lacht, als er diese Anekdote erzählt: „Mit ganz einfachen Mitteln programmierte ich eine der ersten touristischen Homepages Vorarlbergs“.

Seine bevorstehenden Aufgaben im Digitalen Management bezeichnet er als Herzensangelegenheit. Klaus Lingg will die Trends kritisch prüfen und auch Gefahren erkennen. „Die kommenden Generationen sollen fit sein in punkto Bildung und Wettbewerb. Viele Jobs, die die heutigen Kinder einmal haben werden, gibt es noch nicht“, gibt der Visionär zu bedenken.

Klaus Lingg, geboren 4.2.1967

Leitung Digitales Management Stadt Dornbirn.

Wohnt in Dornbirn mit Sohn Maximilian, 16.

In einer festen Beziehung.

Hobbys: Joggen, Segeln, Gitarre spielen – gründete mit seinem Bruder Albert Lingg die Band R.T.F.M., leidenschaftlicher Golfspieler.

Lieblings-App: Apple Music, findet auch Fairtiq cool.

 

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