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Lugner-Rettung noch immer nicht fix

Am Montag sollte sich am Handelsgericht Wien die Zukunft der Baufirma von Richard Lugner entscheiden.

Für Baumeister Richard Lugner gibt es noch immer keine Entwarnung. Richterin Renate Schödl habe bis jetzt noch nicht entschieden und es sei auch nicht sicher, ob das Handelsgericht noch heute eine Entscheidung fällen werde, so Hans-Georg Kantner vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV).

Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) dürfte es Probleme mit dem Finanzamt geben, dem Lugner rund 3 Mio. Euro schuldet. Lugner habe bei seiner ersten Einvernahme im Handelsgericht angegeben, er habe sich mit dem Finanzamt mit einer Quote von knapp 28 Prozent außergerichtlich verglichen. Das Gericht will diesen Punkt aber noch einmal abklären, so AKV-Experte Alois Schönfeld.

Kinocenter soll gebaut werden

Wie berichtet hat sich Lugner mit der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) auf ein Finanzierungskonzept geeinigt, dass ihm ermöglicht, fällige Verbindlichkeiten zumindest teilweise zu bezahlen und das Kinocenter bei der Lugner-City zu bauen. Die beiden Hauptgläubigerbanken Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und Erste Bank haben sich bereit erklärt, bereits fällig gestellte Kredite bis kommenden April zu stunden.

Bis vergangenen Freitag hätte Lugner dem Gericht nachweisen müssen, dass alle Gläubiger befriedigt oder entsprechende Stundungsvereinbarungen ausgehandelt wurden.

Wie berichtet sollen sich Lugners Verbindlichkeiten auf 27,3 Mio. Euro belaufen, denen Aktiva von 12,6 Mio. Euro gegenüberstehen. Rund 17 Mio. Euro entfallen auf großteils besicherte Bankverbindlichkeiten, 9 Mio. auf unbesicherte Forderungen, auf Lieferanten entfallen rund 3 Mio. Euro. Dem Finanzamt schuldet der Baumeister etwa 3 Mio. Euro, der Krankenkasse mehr als 1 Mio. Euro, auf Löhne, Abfertigungen und Prämienzahlungen entfallen rund 700.000 Euro.

Redaktion: Michael Grim

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