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Luftfahrt

Elegante Zeitmesser und verwegene Pioniere der Lüfte sind eine Verbindung, die Bestand hat und das schon seit vielen Jahrzehnten. Wir haben uns auf die Spur unerschrockener Abenteurer und ihrer mechanischen Wunderwerke begeben.
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Als der Mensch den Boden verließ und sich in den Himmel erhob, war die Stunde der Fliegeruhr gekommen. Einer dieser Luftfahrtpioniere war der Brasilianer Alberto Santos Dumont. Als er seinem Freund Louis Cartier berichtete, beide waren Mitglied im „Aéroclub de France“, wie schwierig es sei, während des Fluges die Uhrzeit von einer Taschenuhr abzulesen, beflügelte das den Erfindergeist des Uhrmachers: Er erfand die erste Fliegeruhr, so dass Piloten ab nun die Hände frei hatten, um die Instrumente im Cockpit zu bedienen. Als Santos Dumont am 12. November 1906 zu seinem legendären Flug von 220 Metern in 21,5 Sekunden und mehreren Metern Höhe aufstieg, wurde ein Stück Luftfahrtgeschichte geschrieben. Selbstverständlich hatte er die Uhr seines Freundes am Handgelenk. An diesem Tag wurde nicht nur die motorisierte Luftfahrt aus der Taufe gehoben, sondern auch die Gattung der Fliegeruhren war geboren.

Siegeszug. Armbanduhren gab es zu diesem Zeitpunkt schon. Sie waren für das Militär entwickelt worden. Schon Napoleon soll sich immer wieder darüber beschwert haben, wie umständlich es sei, während der Schlacht die Taschenuhr aufklappen zu müssen. Marine- und Artillerieoffiziere waren die ersten, die Armbanduhren für die Zeitmessung sowie strategische Zwecke nutzten. Davor waren Armbanduhren lediglich als schmuckes Accessoire für die modebewusste Frau denkbar. Das Aufkommen der Fliegeruhr sorgte für eine breitere Akzeptanz der Armbanduhr bei Männern.

Die neue Gattung war genau auf die Bedürfnisse der Piloten zugeschnitten: Das mechanische Uhrwerk war robust, stoßfest und schmucklos konstruiert. Da die Cockpits damals noch offen waren und es in luftiger Höhe klirrend kalt war, mussten sich die Flieger warm anziehen. Viele Modelle hatten daher besonders lange Armbänder, um sie über den dicken Handschuhen tragen zu können. Das Zifferblatt war kontrastreich gestaltet, um eine gute Ablesbarkeit zu gewährleisten. Anstatt der Zahl zwölf war ein auffälliges Dreieck aufgedruckt. Dieses war meist, wie auch die Zahlen und Zeiger, mit radioaktiver Leuchtfarbe beschichtet, um eine gute Ablesbarkeit in der Nacht zu gewährleisten. Die Krone musste besonders mächtig und griffig sein, so dass die Uhr auch mit Handschuhen leicht verstellt und aufgezogen werden konnte.

Einmal um die ganze Welt

Steve Boultbee Brook und Matt Jones umrunden mit einer Silver Spitfire Baujahr 1943 die Welt und werden damit Luftfahrtgeschichte schreiben. Rund 100 Flugabschnitte sind nötig, um die über 43.000 Kilometer zurückzulegen. Die Propellermaschine hat eine Reichweite von 750 Kilometern.

Extrem robust. Überlebenswichtig für den Einsatz in der Luftfahrt war die Widerstandfähigkeit der Uhrwerke gegenüber den extremen klimatischen und kinetischen Belastungen sowie gegenüber elektromagnetischen Feldern. Mechanische Uhrwerke sind Quarzuhren überlegen. So kam es übrigens auch dazu, dass eine mechanische Uhr zum ersten Mal in den Weltraum reiste: Nach rigorosen Auswahltests der NASA in Bezug auf die Funktionalität in der Schwerelosigkeit, Stoßsicherheit und Widerstand gegenüber starken Magnetfeldern – nur ein Modell bestand alle Prüfungen – flog am 3. Oktober 1962 die Omega Speedmaster zum ersten Mal am Handgelenk des Astronauten Walter Schirra beim berühmten Raumflug Mercury-Atlas 8 in den Weltraum. Zahlreiche weitere Missionen sollten folgen. Auch heute noch ist die Speedmaster technisch ein Vorreiter und eine wahre Uhrenikone.

Im Wandel der Zeit. Als sich Flugzeuge technisch weiterentwickelten, übernahmen fest installierte Borduhren die Aufgaben der Fliegeruhren, die ab nun nur noch als Ersatzsystem dienten. Dennoch ist es nicht verwunderlich, dass die Fliegeruhren von heute immer noch stark mit dieser traditionsreichen Geschichte verknüpft sind, in der brillante Männer durch ihre Unabhängigkeit und Beharrlichkeit die Welt veränderten – wie eben die Santos von Cartier. Sie ist bis heute eine Hommage an die unglaubliche Leistung der beiden Pioniere. Die abgerundeten Ecken des Zifferblatts und die markanten Schrauben verleihen der Uhrenikone ihren einzigartigen Charakter. Sie besticht durch ihr rechteckiges Gehäuse sowie ausgezeichnete Ablesbarkeit und Funktionalität.

Jagdflugzeug. In Schaffhausen werden seit über 80 Jahren Fliegeruhren gebaut. Die Mark 11 etwa, die IWC ab 1948 für die British Royal Air Force hergestellt hat, wurde von den Piloten bis in die Anfänge der 80er-Jahre für die astronomische Positionsbestimmung im Cockpit eingesetzt. Hier spannt sich der Bogen zur Gegenwart, denn der puristische Instrumentenlook der Mark 11 war Inspirationsquelle für die neue Pilot´s Watch Spitfire Kollektion. Ihren Namen hat sie vom legendären britischen Jagdflugzeug. Alle Uhren der Linie sind erstmals mit einem IWC-Manufakturkaliber ausgestattet.

Fasziniert von der Propellermaschine sind auch Steve Boultbee Brook und Matt Jones. Die beiden Abenteurer umrunden mit einer Silver Spitfire Baujahr 1943 die Welt und werden Luftfahrtgeschichte schreiben. Rund 100 Flugabschnitte sind nötig, um die über 43.000 Kilometer zurückzulegen. Um einiges flotter ist da der Flug mit
einem Überschalljet. Die Top Gun-Uhren werden mit robusten Materialien wie Keramik und Titan speziell für die Elite der Jetpiloten der US Navy konstruiert. In der neuen Linie präsentiert sich der Pilot´s Watch Double Chronograph Top Gun Ceratanium mit einem Gehäuse aus Ceratanium, einem Werkstoff, der so leicht und bruchfest ist wie Titan, gleichzeitig aber ähnlich kratzfest wie Keramik. So ist es möglich, eine Uhr in komplett schwarzem Design herzustellen, von den Drückern bis zur Dornschließe. Aber auch Modelle in sandfarbener Keramik, inspiriert von der Mojave-Wüste, setzen starke Akzente. Die Zeitmesser der Top Gun Linie sind erstmals mit IWC-Manufakturkalibern ausgerüstet.

Rechenschieber. Breitling hat sich mit seinen Fliegeruhren wie der Navitimer ebenfalls einen Namen gemacht. Der Fliegerchronograph verfügt über einen Rechenschieber, mit dessen Hilfe Piloten schnell und einfach wichtige Kalkulationen durchführen konnten. Heute erledigt diese Aufgabe der Bordcomputer, doch die Navitimer hat
weiterhin Kultstatus in Pilotenkreisen.

Mit Charakter. Zenith lässt erneut Luftfahrtgeschichte aufleben: 110 Jahre nachdem Louis Blériot als erster Mensch den Ärmelkanal in einem Flugzeug überquerte, und zwar mit einer Zenith am Handgelenk, erweitert die Marke ihre retro-inspirierte Pilot Type 20 Kollektion um weitere charakteristische Interpretationen. Die aktuellen Uhren sind in ihrem Design stark an die ersten Fliegeruhren angelehnt – klar ablesbare Anzeige, Leuchtmasse, griffige Krone, großes Gehäuse, Metallnieten am Armband. Die Linie wartet zudem mit dem hauseigenen Elite Automatikkaliber auf.

Wir lassen uns überraschen, zu welchen neuen Horizonten die Fliegeruhren noch aufbrechen werden.

Helden der Lüfte
Ein weiterer Luftfahrtpionier ist Charles Lindbergh. Ihm gelang im Mai 1927 der erste Nonstopflug von New York nach Paris. Der Schriftsteller und Pilot war auch an der Weiterentwicklung von innovativen Drehzifferblättern für die astronomische Navigation beteiligt.

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