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LR Bernhard: Lehrpraxen-Pilotprojekt startet im Oktober

Auswahlkommission hat über Vergabe der fünf ausgeschriebenen Lehrpraxen in Vorarlberg entschieden.
Auswahlkommission hat über Vergabe der fünf ausgeschriebenen Lehrpraxen in Vorarlberg entschieden. ©Symbolbild/Bilderbox
Das Lehrpraxen-Pilotprojekt steht in Vorarlberg unmittelbar vor dem Start. Für alle fünf ausgeschriebenen Lehrpraxen haben sich mehrere langjährig tätige niedergelassene Ärzte aus allen Landesteilen beworben. Die zuständige Kommission hat in ihrer Sitzung am Mittwoch, 10. September 2014, die Auswahl getroffen.

“Das heißt, dass schon im Oktober die ersten Praktikantinnen und Praktikanten aus den fünf Landeskrankenhäusern und dem Krankhaus Dornbirn den Lehrpraxen zugeteilt werden können”, so Gesundheitslandesrat Christian Bernhard.

Die Lehrpraxentätigkeit ist ein wichtiger Baustein in der Ausbildung von jungen Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern. Diese können dabei Praxiserfahrungen bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten en sammeln und damit die im Krankenhaus erworbenen Fähigkeiten erweitern. “Eine solche Ausbildung bietet eine verbesserte Grundlage, damit die gesundheitliche Versorgung im niedergelassenen Bereich auch in Zukunft von höchster Qualität sein kann, und soll Anreiz für Jungärztinnen und -ärzte sein, sich im niedergelassenen Bereich zu etablieren”, betont Landesrat Bernhard.

Vorarlberg sei bei diesem Thema Pionier und Schrittmacher und setze als erstes Bundesland ein solches richtungsweisendes Projekt um. Es werden zwei Modelle erprobt, nämlich eine sechsmonatige und eine zwölfmonatige Lehrpraxis. Somit können insgesamt bis zu acht Jungmedizinerinnen und Jungmediziner pro Jahr eine Lehrpraxis absolvieren.

“Ausdruck guter Zusammenarbeit”

“Unser Pilotprojekt ist Ergebnis und Ausdruck der guten Zusammenarbeit der wesentlichen Systempartner”, freut sich Landesrat Bernhard. Die Auswahlkommission war mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit, des Landes, der Vorarlberger Gebietskrankenkasse, der Ärztekammer sowie der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft und des Krankenhauses Dornbirn besetzt.

Auch Silvia Türk vom Bundesministerium für Gesundheit begrüßt diese Lösung: “Das Vorarlberger Pilotprojekt kann zukunftsorientiert und richtungsweisend für ganz Österreich sein, um die Versorgung mit hochqualifizierten Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern am Land sicherzustellen.”

Die Kosten des österreichweiten Pilotprojektes sind mit jährlich 270.000 Euro veranschlagt. Diese teilen sich die Finanzpartner Land, Bund, VGKK sowie die jeweiligen Lehrpraxeninhaber.

(VLK)

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