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Lothar Uth forderte seine Musici

Lothar Uth brannte mit seinem MV Altenstadt im Konsesaal ein brillantes Klangfeuerwerk ab.
Lothar Uth brannte mit seinem MV Altenstadt im Konsesaal ein brillantes Klangfeuerwerk ab. ©Hronek
MV Altenstadt beeindruckte einmal mehr als leistungsstarker Blasmusikklangkörper. (amp) Dicht gedrängt sind die Publikumsreihen im Konsesaal. Der MV-Altenstadt hat zum Frühjahrskonzert geladen und das darf man sich nicht entgehen lassen.
Frühjahrskonzert MV Altenstadt

Kapellmeister Lothar Uth kann auf eine motivierte Mannschaft bauen, die die Herausforderungen mit entsprechendem Engagement annimmt. Das Programm baut sich im ersten Teil mit Paul Hubers „Praeludium“, Verdis „Nabucco-Overture“ und Wagners „Pilgerchor“ aus Tannhäuser romantisch auf. Mit Verdi und Wagner huldigt Uth den beiden Jahresregenten. Was Uth hier mit seinem Klangkörper an Präzision, Klangkultur, Dynamik und Dramatik hervorzaubert, zeichnet ihn als Meister tradierter Dirigentenschule aus und widerspiegelt seine Erfahrung im Musiktheater-Genre.

Beschwingter zweiter Teil

Der zweite Programmteil ist mit „Blue Hole“, einem „Grönemeyer“-, „Tom Jones und Neil Diamond“-Potpourri und dem „Choral und Rock out“ der U-Musik gewidmet. Raffinierte Arrangements mit einem Schwierigkeitsgrad für Kunststufenorchester. Uth bleibt damit seiner Evergreen-Linie treu, zumal die U-Musik nicht unbedingt sein Genre zu sein scheint. Der Maestro liebt offensichtlich die Klangopulenz und lässt seinem Orchester freien Lauf, manchmal ist es etwas zu viel des Guten und man wünscht sich ein „Ruhepolster“, weil die Salakustik „bröselt“.

Bravouröses Jugendorchester

Dass man sich um den Nachwuchs im MV-Altenstadt keine Sorgen zu machen braucht, zeigt Markus Lins mit seinem Jugendorchester auf. Mit einer Israelischen Folk Song Suite und dem „Folkssong Reloaded“ – mit dem man beim Nachwuchsbewerb im Mai punkten will, kann Markus Lins den hohen Ausbildungslevel des Nachwuchses aufzeigen. Dass man sich einen professionellen Kapellmeister aus den eigenen Reihen für den Nachwuchs „leistet“, macht sich offensichtlich bezahlt. Lins ist sichtbar mit Herzblut dabei. Mit seinem körperbetonten Dirigat führt er die Jugendlichen zu imponierenden Klangbildern. Das Jugendorchester verblüfft – sieht man beim Wertungsstück von den kleinen Unsicherheiten im Holz ab – durch saubere Intonation, kompaktes Orchesterklangbild und Flexibilität. Das Publikum ist begeistert und feiert Jungendkapelle und den MV Altenstadt.  

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