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Islamischer Staat bekannte sich zu Anschlag in London

©People stand near a crashed car and an injured person lying on the ground, right, on Bridge Street near the Houses of Parliament in London, Wednesday, March 22, 2017. Britain has been targeted Wednesday by what authorities are calling a terrorist incident, after vehicle mowed down pedestrians on London's Westminster Bridge, killing at least one woman and leaving others injured, around the same time as a knife-wielding attacker stabbed a police officer and was shot on the grounds outside Britain's Parliament. (James West via AP) Mandatory credit
Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat den Terroranschlag in London für sich reklamiert. Ein "Soldat" des IS habe die Operation ausgeführt, meldete das IS-Sprachrohr AMAQ am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher genannte Sicherheitskreise. Der Attentäter von London stammt laut der britischen Premierministerin Theresa May aus Großbritannien und war der Polizei bekannt.
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Die Zahl der Festnahmen habe sich laut May von zuvor sieben auf acht erhöht, erklärte May in London vor dem Unterhaus. Bei dem Anschlag am Mittwoch waren vier Menschen getötet und etwa 40 verletzt worden, darunter auch drei Schüler aus Frankreich.

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“Was ich bestätigen kann, ist, dass der Mann in Großbritannien geboren wurde und dass er vor einigen Jahren vom MI5 (Inlandsgeheimdienst, Anm.) überprüft wurde im Zusammenhang mit der Besorgnis über gewaltsamen Extremismus”, erklärte May. “Er war eine periphere Figur”, fügte sie hinzu. “Dieser Fall ist historisch, er war nicht Teil des laufenden Geheimdienst-Bildes.” Es habe im Vorhinein keine Geheimdienstinformationen über seine Absicht, einen Anschlag zu verüben, gegeben.

Frankreich und Großbritannien haben nach dem Anschlag in London ihre Partnerschaft bekräftigt. Beide Länder stünden “absolut Schulter an Schulter”, sagte der britische Außenamtsstaatssekretär Alan Duncan am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault. Dieser ergänzte, sein Land wolle eine Botschaft der “Solidarität und Barmherzigkeit” an das Vereinigte Königreich senden.

May rief die Briten auf, ihren Alltag wieder aufzunehmen und angesichts des Terrors ihre Werte zu bewahren, der Terror werde nicht die Oberhand gewinnen: “In dieser Zeit ist es wichtig, dass wir zeigen, dass es unsere Werte sein werden, die Bestand haben, dass die Terroristen nicht gewinnen.”

Londons muslimischer Bürgermeister Khan kämpferisch

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan zeigte sich am Tag danach kämpferisch. “Wir dürfen uns nicht beugen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Terroristen Erfolg haben und unseren Lebensstil zerstören oder Gemeinden spalten”, sagte Khan am Donnerstag dem Nachrichtensender Sky News. Zugleich wies er darauf hin, dass die Bedrohungslage in London seit Jahren hoch sei. In den vergangenen Jahren hätten Sicherheitsbehörden mehr als ein Dutzend Anschlagspläne vereitelt.

Das bei dem Terroranschlag als Waffe verwendete Auto ist ein Mietwagen. Der Hyundai wurde bei einer Enterprise-Filiale gemietet, wie der Autovermieter britischen Medien gegenüber erklärte. Den Berichten zufolge wurde es in einer Filiale in der Stadt Solihull nahe Birmingham abgeholt.

Unterdessen hat auch die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen, weil drei französische Schüler verletzt wurden. Es gehe um den Vorwurf eines Mordversuchs in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben, bestätigten Justizkreise. Die Untersuchung wurde an die Anti-Terror-Einheit der Kriminalpolizei und den Inlandsgeheimdienst DGSI übergeben.

Reaktionen auf den Anschlag

Internationale Staatsmänner zeigten sich von den Anschlägen bestürzt. US-Präsident Donald Trump und die britische Premierministerin Theresa May telefonierten miteinander, ebenso May und Frankreichs Staatschef Francois Hollande. Trump schrieb beim Kurzmitteilungsdienst Twitter, er habe May sein “Beileid” ausgesprochen.

Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Anschlags in London schaltete Paris um Mitternacht die Beleuchtung des Eiffelturms aus. Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault wollte am Donnerstag die französischen Opfer des Anschlags in London besuchen.

Der russische Präsident Wladimir Putin forderte eine engere Kooperation im Kampf gegen den Terrorismus. “Um die terroristische Bedrohung zu bekämpfen, muss es eine echte Zusammenarbeit der gesamten Weltgemeinschaft geben”, erklärte er.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker äußerte seine Betroffenheit. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, sie denke “in Anteilnahme und Solidarität an unsere britischen Freunde und an alle Menschen in London”. Der neue deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erklärte, in diesen Stunden seien “wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden”.

Die britische Königin Elizabeth II. hat den Opfern ihr Mitgefühl ausgesprochen. “Meine Gedanken, Gebete und mein tiefstes Mitgefühl sind bei all denen, die von der gestrigen furchtbaren Gewalt betroffen sind”, erklärte die 90-jährige Monarchin. “Ich weiß, ich spreche im Namen aller, wenn ich meinen tiefen Dank und meine Bewunderung für die Mitglieder der Polizei ausdrücke und für all diejenigen, die so selbstlos daran arbeiten, andere zu schützen”, hieß es weiter.

Österreichs Politiker verurteilten den Anschlag in den Sozialen Medien. Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP), Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) und Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) äußerten ihr Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörige.

Ein Jahr nach den Anschlägen in Brüssel

Der Angriff ereignete sich, während in ganz Belgien der Opfer der Anschläge in Brüssel vor genau einem Jahr gedacht wurde. Die Tat weckte böse Erinnerungen an die Lastwagen-Anschläge vom 14. Juli 2016 in Nizza mit 84 Toten und vom 19. Dezember 2016 in Berlin mit zwölf Toten. In Großbritannien gilt weiterhin die zweithöchste Terrorwarnstufe 4.

Die Ereignisse von London im Liveticker

(APA/ag.)

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