Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Lohnnebenkosten: Österreich laut AK-Boss Hämmerle "gerade mal Durchschnitt"

Lohnnebenkosten laut Hämmerle "gerade mal Durchschnitt".
Lohnnebenkosten laut Hämmerle "gerade mal Durchschnitt". ©VOL.AT/Steurer
Österreich, das Land der hohen Lohnnebenkosten: So zumindest lautet das Klagelied der heimischen Wirtschaft. "Stimmt nicht", sagt die Arbeiterkammer, und spricht von einem "Mythos", "Gezeter", und "Lügen". Damit nicht genug: Über mehrere Maßnahmen soll den Arbeitnehmern mehr Netto bleiben.

Dass AK-Chef Hubert Hämmerle kein Mann leiser Töne ist, hat er in der Vergangenheit zur Genüge bewiesen – man denke dabei etwa an seine Wutrede gegen Banken und Politiker. Jetzt geht es gegen den “Mythos” der hohen Lohnnebenkosten – welcher laut AK-Aussendung “von der Wirtschaftsseite hochstilisiert wurde.”

“Gezeter” als “Stimmungsmache”?

“Die Lohnnebenkostendramatisierer” würden laut Arbeiterkammer durch eine Studie “Lügen gestraft”. Die Arbeitnehmervertreter rechnen vor: Bei 37 Euro pro 100 Euro Bruttoverdienst befinde sich Österreich gerade mal einen Euro über dem Durchschnitt der Eurozone, was die Lohnnebenkosten anbelange. Das “Gezeter” um die heimischen Lohnnebenkosten sei damit als “Stimmungsmache” enttarnt. Österreich liege gleichauf mit Tschechien, Estland oder Spanien. Angeführt werde das Ranking von Schweden (51), Frankreich (50) oder Belgien (47). Unser nördlicher Nachbar Deutschland habe zwar mit 27 Euro niedrige Nebenkosten. Allerdings liege man zwischen Rhein und Oder bei den Arbeitskosten höher. “Durch die geringen Lohnsteigerungen der letzten zehn Jahre hat sich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft stark verbessert. Sie zählt zu den stärksten Europas “, stellt Hämmerle fest.

AK mit Reform-Vorschlägen

Grund für die Höhe der Lohnnebenkosten sei die heimische Beitragsfinanzierung. Würde man diese reduzieren, also die Lohnnebenkosten senken, müsste der Staat im gleichen Atemzug stärker als bisher auf Steuerfinanzierung umstellen. Das heißt, bestehende Steuermittel anders verteilen oder neue Steuermittel lukrieren. Klar sei jedenfalls, dass diese neuen Mittel nicht von den Arbeitnehmern kommen dürften – diese würden ohnedies unter der hohen Steuerlast stöhnen. Viel mehr schlägt Hämmerle eine Absenkung des Eingangssteuersatzes von 36,5 auf 20 Prozent vor. Weiters sollen die Grenzsteuersätze “sanfter Ansteigen”. Zudem müsse der Spitzensteuersatz später greifen.

Und noch eins ist dem AK-Präsidenten ein Dorn im Auge – die kalte Progression. Diese gehöre durch eine Indexierung des Steuertarifs ausgeschaltet. „Dann kommen Lohnerhöhungen auch wieder bei den arbeitenden Menschen an“, so Hämmerle.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Lohnnebenkosten: Österreich laut AK-Boss Hämmerle "gerade mal Durchschnitt"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen